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Neue Brücke am Ortsausgang Pulsnitz wird nicht vor Mai 2009 fertig

Gestern am SZ-Lesertelefon

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Von Reinhard Kärbsch

Mehrere Leser aus Pulsnitz und anderen Orten verfolgen offenbar mit großem Interesse die Brückenbauarbeiten am Ortsausgang Pulsnitz in Richtung Großröhrsdorf. Seit August ist die Ortsverbindung gesperrt, für Ende 2008 war das Ende der Arbeiten geplant. erinnerten die Leser. Sie alle möchten wissen, wie zum Jahresende 2008 der Stand der Dinge und wann mit der Fertigstellung zu rechnen ist. Außerdem möchten einige wissen, warum mehr Bäume als ursprünglich vorgesehen gefällt worden sind.

Holger Wohsmann, Leiter des Straßenbauamtes Meißen-Dresden, informierte dazu: Es stimme, dass man Ende 2008 fertig sein wollte. Die Brücke selbst sollte am 30. November übergeben werden. „Die Firma hat es leider nicht geschafft.“ Und ein Aufholen des Rückstandes im Winter sei fast nicht möglich. Der Grund: Die jetzt zu gießenden kleineren, feingliedrigen Betonteile des Bauwerkes können bei Kälte nicht gefertigt werden. Auch die Brückendichtung benötige bestimmte Bedingungen bezüglich Luftfeuchtigkeit und Temperatur, die jetzt in der kalten Jahreszeit weniger gegeben seien.

Unmut ist verständlich

Das alles hätte im Herbst erledigt sein sollen. Nun werde für diese Arbeiten frühestens der März ins Auge gefasst, so der Amtsleiter. „Vor Mai 2009 ist mit der Fertigstellung nicht zu rechnen.“ Noch müssten ja nach der Dichtung ein Dichtungsschutz, die eigentliche Fahrbahn sowie die Verknüpfung mit den alten Straßen hergestellt werden. Er verstehe natürlich den Unmut vor allem der Menschen, die nun noch einige Zeit die relativ große Umleitung fahren müssten. Die Frage zur Baumfällaktion konnte Holger Wohsmann noch nicht beantworten. „Die Verantwortlichen waren gestern für mich nicht erreichbar.“ SZ bleibt an der Frage selbstverständlich dran.

Birgit Lendeckel aus Steina hatte just zum Zeitpunkt des Pyramiedensingens am 20. Dezember an der Nebelschützer Straße in Wiesa Schwierigkeiten, in das Malteser-Krankenhaus zu gelangen. Eine Umleitung sei nicht ausgeschildert gewesen. Sie möchte wissen, wie die Sicherheit gewährleistet war.

Elvira Schirack, Dezernentin für Stadtentwicklung und Soziales bei der Kamenzer Stadtverwaltung teilte dazu mit, dass seit Jahr und Tag lange im Vorfeld die Rettungsleitstelle, die Straßenmeisterei, das Regiobusunternehmen, das Malteser-Krankenhaus sowie die Stadtverwaltung Sperrung, Umleitung und Presseinformation einvernehmlich absprechen und realisieren. Die Umleitungsstrecke über Steinbruchweg und Forststraße war auch dieses Jahr ausgeschildert.

Vermutlich wurde in diesem Fall in der Aufregung das Umleitungsschild übersehen.