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Neue Bündnisse in Altenbergs Stadtrat

Nach der Wahl im Mai musste die Linke einen Partner suchen. Die CDU tat dies freiwillig.

Ehrenbeamte auf Zeit sind jetzt die Ortsvorsteher der Ortsteile von Altenberg. Hier werden sie von Bürgermeister Thomas Kirsten ernannt.
Ehrenbeamte auf Zeit sind jetzt die Ortsvorsteher der Ortsteile von Altenberg. Hier werden sie von Bürgermeister Thomas Kirsten ernannt. © Egbert Kamprath

Im Stadtrat Altenberg sind in der neuen Wahlperiode drei Fraktionen vertreten. Die beiden Stadträtinen der Linken, Sabine Schilka und Inis Röpke, gehören jetzt mit zu den Freien Wählern, die sich jetzt „Freie Wähler Altenberg/Die Linke“ nennen, wie Bürgermeister Thomas Kirsten auf der ersten Ratssitzung nach der Neuwahl in dieser Woche informierte. Diese Fraktion hat neun Stadträte und zusammen mit dem Bürgermeister zehn Stimmen im Rat. Insgesamt gehören dem Rat 22 Gewählte an.

Zusammengeschlossen haben sich auch die Stadträte der CDU, der Wählervereinigung Geising und der Bärensteiner Wählervereinigung zur Wählergemeinschaft Osterzgebirge mit neun Sitzen. Die Alternative für Deutschland (AfD), die mit vier Stadträten vertreten ist, arbeitet ebenfalls als eigene Fraktion.

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Erste Stellvertreterin des Bürgermeisters Sabine Schilka.
Erste Stellvertreterin des Bürgermeisters Sabine Schilka. © Egbert Kamprath

Die Linke und die CDU bilden keine eigene Fraktion mehr. In Altenberg sind für die Bildung einer Fraktion mindestens drei Stadträte erforderlich. Deswegen waren die Linke und die Bärensteiner Wählervereinigung gezwungen, sich mit anderen zusammenzutun. Sie hatten bei der Stadtratswahl nur jeweils zwei Mandate erreicht. Die CDU hätte als relativ kleine Gruppe alleine arbeiten können.

Aber die Fraktionen sind keine absolut fest gefügten Gruppen. Das zeigt sich bei der Wahl der stellvertretenden Bürgermeister. Sabine Schilka kandidierte zur Wahl als erste Stellvertreterin des Bürgermeisters und wurde einstimmig gewählt.

Traditionell teilen sich die Fraktionen die Stellvertreterposten. So stand das Vorschlagsrecht für den zweiten Stellvertreter der Wählergemeinschaft Osterzgebirge als zweitstärkste Kraft im Rat zu. Fraktionsvorsitzender Bernd Greif schlug Wolfram Steller aus Löwenhain vor. Der 54-jährige Ingenieur hat bei Zinnerz in Altenberg gelernt und arbeitet seit der Wende in der Rohstoffbranche. Er leitete verschiedene Steinbruchunternehmen. Auch in der Kommunalpolitik ist er kein Unbekannter. Im Stadtrat Geising hat er bereits eine Wahlperiode lang mitgearbeitet.

Zweiter Stellvertreter des Bürgermeisters Wolfram Streller.
Zweiter Stellvertreter des Bürgermeisters Wolfram Streller. © Egbert Kamprath

Die AfD machte einen Gegenvorschlag: Andreas Scholte van Mast. Auch er hat kommunalpolitische Erfahrung und saß bereits für die Freien Wähler im Stadtrat Altenberg. Früher hatte er in der Bergstadt ein eigenes Autohaus geführt. Bei der Abstimmung hat er dann einen Achtungserfolg erzielt. Denn an ihn gingen in der geheimen Wahl sechs Stimmen, zwei Stimmen mehr als seine Fraktion Sitze hat. Doch das reichte bei Weitem nicht. Denn für Wolfram Streller entschieden sich in der geheimen Wahl 16 Stadträte. Damit ist der Löwenhainer zweiter Vertreter des Altenberger Bürgermeisters.

Im Rahmen dieser Sitzung wurden auch die ersten Ortsvorsteher ernannt. „Die Bürgermeister unserer Ortsteile“, wie Thomas Kirsten sie nannte. Die Aufgabe ist ein Ehrenamt, sie hat aber einen besonderen Rechtsstatus. Die Ortsvorsteher sind jetzt Ehrenbeamte auf Zeit.

Die Ortsvorsteher:

Altenberg Jens Schröfel

Bärenstein Uwe Eberth

Fürstenau Hendrik Langer

Fürstenwalde Sven Kletsch

Geising Silvio Nitschke

Kipsdorf Jörg Ebert

Lauenstein Siegfried Rinke

Liebenau Matthias Wolf

Oberbärenburg Lothar Johne

Rehefeld Tina Sandmann

Schellerhau Ingo Rümmler

Zinnwald Henry Beeckmann

In Bärenfels und Falkenhain fällt die Entscheidung noch.

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