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Neue Dresdner Event-Firma sucht Geldgeber für Zwingerfestspiele

Dresden. August der Starke und seine Cosel sollen im nächsten Sommer die Dresdner und möglichst zahlreiche Touristen zu den Zwingerfestspielen locken. Um das ehrgeizige Projekt zu stemmen, hat die Dresden Tourismus GmbH jetzt eine hundertprozentige Tochter, die Dresden Event GmbH, gegründet.

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Dresden. August der Starke und seine Cosel sollen im nächsten Sommer die Dresdner und möglichst zahlreiche Touristen zu den Zwingerfestspielen locken. Um das ehrgeizige Projekt zu stemmen, hat die Dresden Tourismus GmbH jetzt eine hundertprozentige Tochter, die Dresden Event GmbH, gegründet. Zur Geschäftsführerin wurde die freie MDR-Mitarbeiterin Annett Reeder berufen, die mit einem Verein bereits seit zwei Jahren an dem Projekt arbeitet.

Gerade in der spielfreien Zeit zahlreicher Dresdner Kultureinrichtungen sei es wichtig die kulturelle Lücke zu schließen und Reiseanlässe zu schaffen, sagt Lars Knüpfer. Der Geschäftsführer der Dresden Tourismus GmbH verweist auf die Domstufenfestspiele in Erfurt und die Schlossfestspiele in Schwerin. „Mit Starregisseur Dieter Wedel wird es gelingen, prominente Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kunst und Kultur nach Dresden zu holen“, sagt er.

Rund zwei Millionen Euro werden die Zwingerfestspiele kosten. Etwa die Hälfte der Produktionskosten könnten durch den Eintritt wieder eingespielt werden. Für die restliche Summe werden vor allem private Geldgeber gesucht. Die Organisatoren hoffen auch auf Unterstützung von Freistaat und Stadt. „Wir sind zudem mit Theatern im Gespräch über eine Kooperation“, kündigt Annett Reeder an. 50000 Euro aus privaten Mitteln seien schon ausgegeben worden, um das Theaterstück in Auftrag zu geben. Die erste Fassung habe der bekannte Theaterbuchautor John von Düffel bereits abgegeben. Er knüpfe damit auch erstmalig an die Erfolgsgeschichte des sechsteiligen DDR-Historiendramas Sachsens Glanz & Preußens Gloria an.

Bis Jahresende soll die Entscheidung fallen, ob die Zwingerfestspiele finanzierbar sind. Damit auch ausländische Touristen das Theatererlebnis verfolgen können, arbeitet Dieter Wedel an einer Simultan-Übersetzungsanlage. (SZ/kle)