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Neue Fußwege an der Dresdner Straße in Langebrück erst nächstes Jahr

Das Vorhaben wurde bereits zum vierten Mal verschoben. Jetzt hagelt es reichlich Kritik.

Von Thomas Drendel

Die Wahrheit kam scheibchenweise ans Licht: Erst fehlte das Geld, dann war eine Mitarbeiterin krank, jetzt steht fest: Die Fußwege an der Dresdner Straße werden in diesem Jahr nicht mehr in Ordnung gebracht. Gunter Hentschelmann, Abteilungsleiter im Straßen- und Tiefbauamt der Dresdner Stadtverwaltung, überbrachte die schlechte Nachricht persönlich dem Langebrücker Ortschaftsrat und musste dafür auch reichlich Kritik einstecken.

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Als Grund für die Verzögerungen nannte er eine große Belastung seiner Abteilung nach der Flut im vergangenen Jahr. „Wir hatten eine große Anzahl an Projekten mit einer höheren Priorität. Sie mussten zunächst abgearbeitet werden.“ An der Dresdner Straße in Langebrück seien weitere Verzögerungen hinzugekommen. „Wir mussten die Wege neu planen. Wegbreite und der Belag sind wegen der alten Bäume nicht so umzusetzen wie ursprünglich vorgesehen“, sagt der Abteilungsleiter. Unter anderem musste auf die Baumwurzeln unter dem Weg geachtet werden. „Bei einer sogenannten Suchschürfung wurde festgestellt, wie dicht sie unter der Oberfläche liegen. Entsprechend wurde der Belag ausgewählt. In einigen Bereichen werden wir jetzt Sandbelag statt einer Pflasterung haben “ Wegen dieser Verzögerungen ist es nach seinen Worten nicht mehr zu schaffen, die Arbeiten noch in diesem Jahr beginnen zu lassen. „Für die Detailplanung und die Ausschreibung brauchen wir fünf Monate, da sind wir schon im Herbst. Vor dem Winter ist sie unmöglich fertigzustellen. Deshalb haben wir uns auf einen Baubeginn im Frühjahr 2015 geeinigt“, sagt Gunter Hentschelmann.

Trotz der Argumente sparte der Langebrücker Ortsvorsteher nicht mit Kritik. „Das ganze Vorgehen ist sehr ärgerlich. Die Langebrücker fühlen sich verklapst“, sagte er und listete die Zahl der geplatzten Versprechen auf: Zunächst war die Fußwegesanierung für die Jahre 2010/11 vorgesehen. Dann wurde sie in die Haushaltsjahre 2012/13 verschoben, mit der Begründung, dass sie im Windschatten der Kanalarbeiten für das Wohngebiet „An der Heide“ erfolgen. Als das nichts wurde, versprach man einen beidseitigen Ausbau in diesem Jahr. Jetzt liegt es an der Flut und der Planung. „Es geht auch um meine Glaubwürdigkeit. Jedes Jahr verkünde ich die Nachricht, bald beginnen an der Dresdner Straße die Arbeiten und dann passiert nichts. Wir wollen jetzt einen konkreten Zeitplan, wie es weitergeht“, sagte Hartmann. Hentschelmann sagte zu, im September dem Ortschaftsrat detaillierte Baupläne vorzulegen. Nach den bisherigen Planungen sollen zwischen der Gerhard-Hauptmann-Straße und der Friedrich-Wolf-Straße und auf der anderen Straßenseite zwischen den Hausnummern 30 und 48 a die Fußwege grundlegend erneuert werden. Außerdem werden Rasenflächen angelegt und die Einläufe für das Regenwasser saniert. Darüber hinaus wird das Bushäuschen verlegt, das sich jetzt noch kurz hinter dem Hotel Lindenhof befindet. An der jetzigen Stelle liegen zwei Ausfahrten zu dicht aneinander, um die Haltestelle ordnungsgemäß einzurichten. Während der Arbeiten wird die Dresdner Straße, eine der wichtigsten Verbindungen in Langebrück, für mehrere Wochen gesperrt werden. Parallel zu den Arbeiten an den Fußwegen werden auch Trinkwasserleitungen, Straßenentwässerung und Telefonleitungen erneuert.