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Neue Gesichter in der Backstube

Beim Ottendorfer Mühlenbäcker begann für 15 neue Auszubildende der Ernst des Berufslebens.

Bäckermeister Frank Wunderlich (Mitte) zeigte gestern den neuen und ehemaligen Azubis, wie man Kürbiskernbrötchen macht. Interessiert schauen die frischgebackene Bäckergesellin Sophie Bartzsch (l.) sowie die Azubis Marcel Zschieschack (2.v.l.) und Jo-Bob
Bäckermeister Frank Wunderlich (Mitte) zeigte gestern den neuen und ehemaligen Azubis, wie man Kürbiskernbrötchen macht. Interessiert schauen die frischgebackene Bäckergesellin Sophie Bartzsch (l.) sowie die Azubis Marcel Zschieschack (2.v.l.) und Jo-Bob © Foto: René Plaul

Ottendorf-Okrilla. Der Ruf des Ottendorfer Mühlenbäckers als Ausbildungsbetrieb ist schon immer hervorragend gewesen. Dafür gab es in der jüngeren Vergangenheit bereits Auszeichnungen der Dresdner Handwerkskammer. Weil in dem Ottendorfer Betrieb Nachwuchsarbeit groß geschrieben wird. So etwas spricht sich natürlich auch bei Jugendlichen herum, die eine Lehrstelle im Handwerk suchen. Daher wundert es nicht, dass der Mühlenbäcker vor allem für diejenigen in den Blickpunkt rückt, die gerne in der Region einen Job haben möchten.

Am gestrigen Donnerstag, dem 1. August, begann für viele junge Menschen im Freistaat ein neuer Lebensabschnitt. Der Einstieg ins Berufsleben. Ein Abschnitt, der für die Jugendlichen eine Menge neuer Erfahrungen beinhaltet. So begannen beim Ottendorfer Mühlenbäcker 15 Azubis ihre Ausbildung. In den folgenden drei Lehrjahren werden sie dort zu Bäckern, Konditoren oder Fachverkäufern ausgebildet. Die angehenden Konditoren werden mit ihrer Lehre einen Monat später, am 1. September, beginnen. Insgesamt sind es fünf Ausbildungsberufe, die beim Ottendorfer Mühlenbäcker erlernt werden können. Und wie das im Leben so ist, wo etwas beginnt, endet auf der anderen Seite auch etwas. Während für die 15 Azubis nun ein neuer Abschnitt beginnt, endete für 13 andere Mitarbeiter am Donnerstag die Lehrzeit in dem Ottendorfer Unternehmen. Die frischgebackenen Gesellen/Innen wurden von Geschäftsführer Volker Beduhn und dem für die Öffentlichkeitsarbeit mitverantwortlichen Robert Meyer mit Blumen verabschiedet. Man sei, so Meyer, sehr stolz darauf, dass das Unternehmen so viele qualifizierte und hochmotivierte Lehrkräfte habe. Rund 200 Mitarbeiter sind beim Ottendorfer Mühlenbäcker beschäftigt, darunter 42 Lehrlinge.

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Vor allem drei junge Damen hob Meyer hervor. Frederike Bühler, die ihre Konditorlehre sehr erfolgreich abgeschlossen hat, wird demnächst beim Landesausscheid mitmachen, in der Hoffnung, sich für den Bundeswettbewerb qualifizieren zu können. Hervorragende Leistungen in der Lehrzeit zeigten auch die frischgebackene Bäckerin Christin Bechler sowie die künftig als Verkäuferin arbeitende Emely Haase. Und wie das so üblich ist beim Ottendorfer Mühlenbäcker, versammelten sich am gestrigen Vormittag die neuen und alten Auszubildenden sowie einige Mitarbeiter aus der Backstube vor dem Firmengebäude. Für die obligatorischen Fotos, die an einem solchen Tag gemacht werden. Zuvor hatten die Berufsanfänger bei einem Rundgang durch das Gebäude bereits einige Bereiche ihrer künftigen Ausbildungsstätte kennengelernt.

Gute Leistungen

Die Begrüßung und Verabschiedung von Azubis ist eine beim Ottendorfer Mühlenbäcker gepflegte Tradition. Vom zunehmenden Fachkräftemangel, über den viele Branchen in Deutschland klagen, ist in diesem Betrieb nichts zu spüren. Obwohl man ja eigentlich, darauf wies Robert Meyer gestern auch hin, „nie genug Lehrkräfte haben kann.“ Wer jetzt noch keine Lehrstelle habe, der, so Meyer weiter, könne sich kurzfristig noch beim Mühlenbäcker um einen Ausbildungsplatz bewerben.

In den vergangenen Jahren hatte dort die Zahl der Lehrlinge kontinuierlich zugenommen. Offensichtlich halten es etliche junge Menschen aus der Region mit dem altbekannten Zitat, dass Handwerk goldenen Boden hat. Geschäftsführer Volker Beduhn wie auch Robert Meyer zeigten sich überaus angetan von den gezeigten Leistungen der Auszubildenden. So werden alle 13 ausgebildeten Gesellen übernommen. Dass ein Beruf in der Backbranche wie es vielerorts in Deutschland derzeit der Fall ist, bei den Jugendlichen nicht gerade angesagt ist, davon spürt man beim Mühlenbäcker nichts. Was sicher auch daran liegt, dass viele junge Menschen nach Möglichkeit in ihrer Heimat bleiben möchten. So bietet der Mühlenbäcker immer wieder Praktikanten die Möglichkeit, erste Berufserfahrungen zu sammeln. Führungen für Kindergartenkinder sind bei dem Ottendorfer Unternehmen mittlerweile zu einem festen Bestandteil geworden.

Robert Meyer erzählte, dass alle neuen Auszubildenden aus der Region stammten.

Auch die Ausbildung zum Logistiker und zum Büromanagementkaufmann sind beim Mühlenbäcker gefragt. Nach Auffassung von Meyer sei der gute Ruf des Unternehmens für das große Interesse an einer Lehrstelle sicher mit ausschlaggebend. 26 Filialen hat der bekannte Bäcker in ganz Sachsen, in Dresden ist man mit etlichen Zweigstellen präsent. Auch im kommenden Ausbildungsjahr dürfte der Ottendorfer Mühlenbäcker wieder zahlreiche Lehrlinge begrüßen können.

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