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Neue Grundschule in Nieder Seifersdorf öffnet Ende 2009

Einen Umzug im Sommer hält Bürgermeister Horst Brückner für unrealistisch. Das neue Haus ist für Schüler aus Waldhufenund Vierkirchen bestimmt.

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Herr Brückner, Waldhufen hält seit Herbst den Förderbescheid für den Umbau der Mittelschule in Nieder Seifersdorf in den Händen. Wann geht es los?

Die ersten Arbeiten haben vorige Woche begonnen: Die Nyla Bau GmbH aus Niesky ist im verbleibenden Gebäude tätig. Zuvor sind Baustrom, Licht und Bauheizung installiert worden. Der Gemeinderat von Waldhufen hatte die Aufträge im Dezember vergeben.

Ab wann lernen Waldhufener und Vierkirchener Grundschüler unter einem Dach?

Ein Umzug im Sommer ist unrealistisch. Unser Wunsch und Ziel ist die Fertigstellung Ende 2009. Wir haben uns die zweizügige Grundschule in Niesky angesehen, die unserem Vorhaben ähnelt. Wir brauchen das eine Jahr Bauzeit.

Hält bis dahin der Konsens mit Vierkirchen oder wird zum neuen Schuljahr in Buchholz und in Jänkendorf eine neue erste Klasse eingeschult?

Darauf habe ich noch keine Antwort. Aus den Gesprächen mit Vierkirchener Eltern weiß ich, dass das Thema nach wie vor brisant ist, auch wenn keiner der dortigen Abgeordneten am Konzept eines gemeinsamen Grundschulstandortes rüttelt. Als Bürgermeister von Vierkirchen und Waldhufen sitze ich schon mal zwischen den Stühlen.

Im Rückblick scheint 2008 in Sachen Schulausbau ein verlorenes Jahr. Ist es das?

Nein, überhaupt nicht. Sicher hätten wir lieber im Sommer mit dem Umbau der Schule begonnen. Doch wir haben nach Jahren des Ringens um Fördermittel grünes Licht bekommen. Jetzt geht es los.

Sie sind seit September auch ehrenamtlicher Bürgermeister in Vierkirchen und damit in zwei Gemeinden: Gibt es die erhofften Synergieeffekte?

Vier Monate sind dafür zu wenig Zeit. Vieles muss erst wachsen.

Und nun steht die Neuwahl der Gemeinderäte an...

Davor ist mir nicht bange. Wir suchen engagierte Mitstreiter und hoffen, dass sich viele Bürger der Wahl stellen. Ärgerlich finde ich, dass wir mehrfach an die Wahlurnen gehen müssen. Das wäre effektiver und preiswerter gegangen.

Gespräch: Annett Preuß