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Neue Hallen für den Metallbauer Alvo

An der Autobahn entstehen neue Gebäude. Die Zahl der Mitarbeiter soll steigen.

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Von Thomas Drendel

Die Ausbaupläne des Wachauer Metallunternehmens Alvo werden immer konkreter. Jürgen Hüttner vom gleichnamigen Planungsbüro hat jetzt Details der Erweiterung bekannt gegeben. Danach sollen an der Hauptstraße in Wachau Werksgebäude mit einer Höhe von zehn Metern entstehen. „Maximal drei Geschosse sind geplant. Das Gebäude wird sich entlang der Straße erstrecken“, sagt der Ingenieur. Es entsteht ein Gebäude mit einer maximalen Länge von 140 Metern und einer Breite von 70 Metern. Werksleiter Holger Knobloch hatte kürzlich davon gesprochen, dass ein Gebäude in Modulbauweise errichtet werden soll. „Zunächst soll eine Halle mit einer Grundfläche von 2 000 Quadratmetern geplant werden. „Ist die ausgeschöpft, können wir um weitere 2 000 Quadratmeter erweitern. Insgesamt sind fünf Ausbaustufen mit einer Gesamtfläche von 10 000 Quadratmetern möglich“, sagt er. Vor dem Gebäude werden Parkplätze eingerichtet. Insgesamt ist das neue Gewerbegebiet mehr als fünf Hektar groß. Das ist eine Fläche von etwa fünf Fußballfeldern. Bebaut oder für Zufahrten und Stellflächen genutzt werden nur knapp vier Hektar. Nach den jetzigen Planungen soll der Werksverkehr zwischen den beiden Betriebsteilen über die Straße erfolgen. Die Zufahrten werden sich dabei gegenüberliegen, so dass die Hauptstraße schnell überquert werden kann. „Ich schlage an dieser Stelle eine Tempobegrenzung auf 70 Kilometer pro Stunde vor“, sagt Jürgen Hüttner. Außerdem sollte mit einem entsprechenden Verkehrsschild auf die Gefahrenstelle hingewiesen werden. An den jeweiligen Werksausfahrten sind Stoppschilder vorgesehen. „Sollte sich heraus stellen, dass hier mehr für die Verkehrssicherheit getan werden muss, etwa eine Ampel aufgestellt werden muss, dann werden wir das auch einrichten. Das wird von den zuständigen Ämtern geprüft, sagt der Planer. Die Hallen stehen auf einem Gelände an der Autobahn, das bereits vor einigen Jahren als Gewerbegebiet vorgesehen war. Jürgen Hüttner sieht deshalb auch keine Probleme mit Lärmbelastungen. „Die nächsten Wohnungen sind 250 Meter entfernt. Da gibt es keine Belästigungen mehr. da macht sich der Geräuschpegel von der Autobahn viel stärker bemerkbar.“ Das neue Gebäude soll an das Abwassernetz von Wachau angeschlossen werden. Dazu wird ein neuer Kanal errichtet. „Im Zuge dieser Arbeiten soll auch die bestehende Halle von Alvo an das Abwassernetz angeschlossen werden. Derzeit wird hier das Abwasser noch dezentral entsorgt“, sagt Jürgen Hüttner.

Alvo stellt Gehäuse für Anlagen, Druck- oder Werkzeugmaschinen her. Diese Gehäuse werden teils mit Komponenten wie Schaltern, Motoren oder einer Hydraulik ausgestattet. In der neuen Halle soll vor allem die Montage erfolgen. Das Unternehmen, die Bader-Gruppe, zu der Alvo gehört, will insgesamt wachsen. Um das Ziel zu erreichen, werden am Standort Wachau die Kapazitäten ausgebaut. Mit dem Bau der Halle soll auch die Zahl der Mitarbeiter erhöht werden. Bei Alvo in Wachau arbeiten rund 110 Beschäftigte. Das Unternehmen wurde 2009 von der Bader-Gruppe übernommen. Zuvor musste die Firma Alvo Insolvenz anmelden. Bader beschäftigt in Werken in Senden in Bayern, Babenhausen in Hessen, Wachau und Pecs in Ungarn sowie im nordrhein-westfälischen Kamen mehr als 600 Mitarbeiter.