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Dresden

Neue Hochspannungstrasse durch Dresden

Bis Mitte 2020 werden alle Kabel angeschlossen, etwas später geht ein neues Kraftwerk in Betrieb. 

Solche Strommasten sind eher die Ausnahme: Die neue Trasse wird weitgehend unterirdisch verlegt.
Solche Strommasten sind eher die Ausnahme: Die neue Trasse wird weitgehend unterirdisch verlegt. © Archivbild: Sven Ellger

Rund vier Kilometer lang wird die neue Hochspannungstrasse, die sich durch den Dresdner Süden zieht. Sie ist die Voraussetzung für ein neues Kraftwerk auf dem Reicker Drewag-Gelände, dessen Bau im Sommer beginnen soll. Dort wird auch noch ein Umspannwerk errichtet.

Die 110-Kilovolt-Trasse führt vom Kraftwerk Reick bis zur überregionalen Freileitung am Stadtrand in Nickern. Bis auf das letzte, etwa 150 Meter lange Stück wird sie unter der Erde verlegt. Sie verläuft vom Reicker Kraftwerk unter der Bahntrasse hindurch zur Lohrmann- und dann weiter an der Gamigstraße durch Prohlis. Im Anschluss führt sie dann jenseits der Dohnaer über die Hauboldstraße nach Nickern.

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Im vergangenen Jahr wurde die Trasse bereits auf 1,6 Kilometern ausgebaut. Der Rest kommt dieses Jahr. Zum Schluss werden bis Mitte 2020 die Leitungen in die Rohrtrasse eingezogen.

Gebaut wird derzeit auf der Reicker Enno-Heidebroek-Straße, teilt Drewag-Sprecherin Gerlind Ostmann mit. Dort gab es einige Schwierigkeiten bei der nötigen Umverlegung der Fernwärmeanlagen. Deshalb gibt es leichten Zeitverzug. Dennoch sollen die Arbeiten bis Dezember beendet werden. Auf der Prohliser Gamigstraße kommen die Trassenbauer hingegen gut voran. Geplant wird derzeit der Lockwitzer Abschnitt über die Haubold- und Langobardenstraße. „Der Baustart soll dort im August sein“, erklärt die Sprecherin.

Schwierig sind spezielle Unterquerungen in großer Tiefe. An vier Stellen wird das in diesem Jahr geschehen. So wird in Reick ein Stahlrohr durch die Bahntrasse hindurchgepresst, in das die Leitungen kommen. Für diesen Abschnitt vom Kraftwerksgelände an der Gasanstaltstraße bis zum P&R-Platz Lohrmannstraße werden derzeit noch Details geplant. Der Baustart soll im September sein.

95 Millionen Euro investiert die Drewag für das neue Reicker Kraftwerk. Geplant sind acht Gasmotoren, die mit einer Gesamtleistung von 90 Megawatt effizient Strom und Wärme produzieren. Sie sind sehr flexibel und können schnell zu- oder abgeschaltet werden.

Das neue Kraftwerk benötigt den Anschluss ans Hochspannungsnetz, um Strom auch in überregionale Leitungen einleiten zu können. Andererseits werden über den Anschluss Verbraucher im Kraftwerksgelände, im benachbarten zukünftigen Wissenschaftsstandort Ost zwischen Reicker und Lohrmannstraße sowie im Busdepot der Dresdner Verkehrsbetriebe mit versorgt. Die Busflotte soll langfristig auf Elektrobusse umgerüstet werden.

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