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Neue Hoffnung für den Bahnhof

Nach der Pleite mit dem Vertriebenenmuseum gibt es offenbar neue Bestrebungen.

Ziehen die dunklen Wolken über dem Bahnhof heran oder verschwinden sie? Zeit wird es jedenfalls, dass hier etwas passiert und das hoffentlich mit zumindest teils öffentlicher Nutzung.
Ziehen die dunklen Wolken über dem Bahnhof heran oder verschwinden sie? Zeit wird es jedenfalls, dass hier etwas passiert und das hoffentlich mit zumindest teils öffentlicher Nutzung. © Foto: Uwe Schulz

Hoyerswerda. Kein anderes Gebäude der Stadt Hoyerswerda, das sich in Privatbesitz befindet, genießt solch ein öffentliches Interesse wie das Bahnhofsgebäude: Was wird daraus, wird es jemals wieder öffnen oder sollte man es lieber abreißen?

Ex-Bahner Frank Kirstan nahm in der jüngsten Stadtratssitzung die Gelegenheit der Bürgerfragestunde wahr, um sich nach dem Zustand und dem weiteren Werdegang zu erkundigen. Er verwies darauf, dass vor 150 Jahren der Grundstein für die Bahnstrecke von Kohlfurth über Hoyerswerda nach Falkenberg gelegt wurde, in dem die Genehmigung der Ausführung der Vorarbeiten für den Bau der Eisenbahn erteilt worden war. Der Bau des Stationsgebäudes begann dann 1873. Da fuhr auch der erste Sonderzug aus Ruhland kommend ein. 1874 ging die gesamte Strecke in Betrieb. Das Stationsgebäude erlebte die Höhen und Tiefen der Strecke und der Stadt, wurde 1997/1998 außen saniert. Ende 2011 schloss das Empfangsgebäude. Es folgte die Privatisierung. Das Konzept, hier mit Fördermitteln ein Vertriebenenmuseum einzurichten, scheiterte. Das Museum wird nun in Knappenrode installiert. Die beiden privaten Besitzer des Bahnhofsgebäudes fühlten sich im Stich gelassen.

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Doch jetzt scheint sich etwas zu tun. Oberbürgermeister Stefan Skora konnte verkünden, dass es dieser Tage ein Gespräch zwischen „dem privaten Besitzer und der Bauverwaltung“ gegeben habe, dem ein weiteres Gespräch am Tisch von Stefan Skora am 30. Juli folgen soll. „Ich würde auch nicht empfehlen, es abzureißen“, sagte Skora. Vielmehr betonte er „Wir wollen, dass es wieder als Bahnhofsgebäude genutzt werden kann. Wir sind da als Stadt sehr interessiert“. Zumal mit dem Strukturwandel und der bislang immer wieder ins Gespräch gebrachten Verbesserung der Bahnverbindung der Bedarf steigen werde. Und es gibt ja die Aussagen der Deutschen Bahn, in die Bahnhofsanlagen in den kommenden Jahren investieren zu wollen.

Immerhin ist jetzt neue Werbung für einen Friseursalon im Bahnhof an der Haupteingangstür zu sehen. Stefan Skora signalisierte in der Ratssitzung auch, die kommenden Entwicklungen öffentlich zu machen, sofern der private Besitzer daran interessiert sei.

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