merken

Neue Kita-Plätze für Wahnsdorf

Das Zwergenland soll 32 Kinder mehr aufnehmen. Dafür ist ein Anbau geplant. Zu Parkplätzen und Sportflächen wird noch diskutiert.

Von Ines Scholze-Luft

Genieß‘ die Heimat mit Oppacher!

Im grünen Herzen des waldreichen Landschaftsschutzgebietes Oberlausitzer Bergland sprudelt ein ganz besonderer Schatz: Oppacher Mineralwasser, das überall dort zu Hause ist, wo Menschen ihre Heimat genießen.

Der Versammlungsraum im Ortschaftszentrum Wahnsdorf ist nicht immer so gut gefüllt. Doch diesmal beschäftigt sich der Ortschaftsrat auch mit der Erweiterung der Kita Zwergenland. Das stößt in dem Radebeuler Ortsteil offensichtlich auf großes Interesse. Etwa 30 Besucher sind zur Sitzung gekommen und warten, was ihnen die Volkssolidarität als Kita-Träger und der Architekt zu sagen haben.

So könnte sie mal aussehen, die erweiterte Kita Zwergenland in Radebeul-Wahnsdorf. Direkt an den Altbau, die ehemalige Schule mit dem Türmchen, schließt sich der Anbau mit drei neuen Gruppenräumen an. Visualisierung: Architekturbüro aT2 Mehnert+Georgi

Dass die Kita Zwergenland vergrößert werden soll, hängt nicht nur mit den steigenden Kinderzahlen in Radebeul zusammen. Sondern auch damit, dass Kita und Ortschaftszentrum künftig etwas mehr getrennt sein sollen. Beide sind im selben Gebäude untergebracht, in der alten Schule. Da kam es manchmal zu Konflikten bei der Raumnutzung, sagt Ortsvorsteher Siegfried Schneider. Probleme entstanden speziell beim Sportraum, der auch vom Hort belegt wird. Die Sportfrauen haben da so ihre Erfahrungen.

Der Ärger soll bald vergessen sein. Frank Stritzke, Geschäftsführer der Volkssolidarität Elbtalkreis-Meißen e.V. – sie ist Träger des Zwergenlandes –, hat eine erfreuliche Nachricht mitgebracht. Die Chancen für Kita-Fördermittel stehen sehr gut und Wahnsdorf weit oben auf der Prioritätenliste des Kreises. Deshalb wird mit Hochdruck an den Plänen für den Anbau neben der einstigen Schule gearbeitet. Damit soll die Kapazität von 90 auf 122 Plätze steigen, durch zwölf neue Krippen- und 20 Kindergartenplätze. Auch die Bedingungen für die Hortkinder verbessern sich, sagt Frank Stritzke. Die Kosten für den Neubau liegen bei insgesamt 814 000 Euro. Für Arbeiten am alten Haupthaus mit Kindergarten und Hort sind 65 000 Euro geplant. Der Baustart ist 2016 vorgesehen. Für eines der größten Radebeuler Vorhaben bei der Kita-Erweiterung in den letzten Jahren.

Dabei gab es vor vier Jahren schon einmal einen Umbau im alten Schulhaus, das der Volkssolidarität in Erbpacht von der Stadt gehört. Damals waren die notwendigsten Sanierungen und die Außenanlagen dran. Doch schnell zeigte sich, dass der Platz nicht reicht.

Die Pläne für den mit dem Altbau verbundenen Kita-Erweiterungsbau bringen den Mann von der Volkssolidarität zum Schwärmen. Er spricht von einer tollen Variante „mit runden Ecken“. Sie stammt vom Architekturbüro aT2 Mehnert+Georgi in Altkötzschenbroda. Architekt Frank Mehnert hat die Pläne gleich mitgebracht in die Ortschaftsratssitzung.

Drei neue Gruppenräume für die Krippenkinder sollen entstehen. Auch ein völlig neuer Eingangsbereich ist geplant, mit einer Halle samt Oberlicht und neuem Zugang von der Straße Altwahnsdorf aus. Zwar sei alles relativ dicht gebaut, doch große Verglasungen über Eck sorgen für viel Licht und die Möbel sowie spezielle Einbauten für eine kindgemäße Gestaltung, sagt Frank Mehnert. Dass sich die Krippenräume im Erdgeschoss befinden und keine Treppen zu überwinden sind, sei auch für die Mitarbeiterinnen ein Vorteil.

Bei den Baukosten findet sich Wahnsdorf mit etwa 22 000 Euro pro Kind in der unteren Hälfte des Möglichen, sagt der Architekt, dessen Büro auch schon für Kitas im Umland tätig war. Es sei immer gelungen, sehr nah an der Kostenschätzung zu bleiben. Auch die abgerundeten Ecken und die Oberlichter im aktuellen Vorhaben seien nicht exorbitant teuer. Das Projekt ist noch warm, manches müsse noch detailliert geklärt werden, so Frank Mehnert.

Klärungsbedarf meldet auch Erzieherin Silke Ende an. Wenngleich weniger zum Bauvorhaben an sich, das sie als Traum bezeichnet. Dafür aber zur Freifläche, die bisher ein besonderer Pluspunkt für die Einrichtung war, von der durch den Anbau aber reichlich die Hälfte verloren gehe. Vor allem um die Fläche zum Rollerfahren sei es schade.

Frank Stritzke schlägt vor, dafür vielleicht auf der Feuerwehrwiese etwas zu befestigen. Und hofft auf die Großzügigkeit der Wehr, dass sie eine Fläche zum Mitnutzen zur Verfügung stellt.

Feuerwehrchef Uwe Forke sieht ebenfalls offene Fragen. Unter anderem zu den Parkplätzen. Von denen mehr gebraucht würden durch mehr Kinder, vor allem morgens beim Hinbringen und nachmittags beim Abholen. Deshalb macht OB Bert Wendsche (parteilos) den Vorschlag, sich doch noch mal die Außenfläche entlang der Schulstraße anzuschauen, ob sich dort etwas einrichten lasse, gemeinsam mit Kita und Feuerwehr. Genug Stoff also für weitere Gespräche, wie auch Ortsvorsteher Siegfried Schneider feststellt.

Sachsen wählt: Am 1. September ist Landtagswahl in Sachsen. Sie wissen noch nicht, wen Sie wählen? Der Wahl-O-Mat für Sachsen hilft Ihnen bei der Entscheidung! Alle Berichte, Hintergründe und aktuellen News zur Landtagswahl finden Sie gebündelt auf unserer Themenseite zur Landtagswahl in Sachsen.