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Traumhaus für den Langebrücker Nachwuchs

Immer wieder waren die Bauarbeiten aufgeschoben worden, nun war es endlich soweit: Das neue Kinderzentrum wurde eröffnet. Was dieses zu bieten hat.

Leiterin Sandra Reppe vor dem neuen Kinderzentrum in Langebrück. Mehr als sechs Millionen Euro flossen in den Bau.
Leiterin Sandra Reppe vor dem neuen Kinderzentrum in Langebrück. Mehr als sechs Millionen Euro flossen in den Bau. © René Meinig

Langebrück. Natürlich waren sie die Fixpunkte der offiziellen Eröffnung des neuen Kinderzentrums in Langebrück: Die Kids, die sich für diesen Eröffnungstag etwas Besonderes hatten einfallen lassen und bunte Schilder gemalt hatten. Um sich auf diese Art bei den Bauarbeitern zu bedanken, die es ja in den vergangenen Monaten möglich gemacht hatten, dass sie nun endlich ihr neues Domizil bekommen haben.

Das neue Kinderzentrum Langebrück hat Platz für 45 Krippenkinder, 92 Kindergartenkinder und 112 Hortkinder. Die Kosten für den Neubau an der Friedrich-Wolf-Straße belaufen sich auf rund 6,6 Millionen Euro. Mit Fördermitteln aus dem Bundesprogramm „Brücken in die Zukunft“ gelang es, dieses Projekt umzusetzen. Auch der Bund beteiligte sich mit etwa 4,8 Millionen Euro an diesem ambitionierten Projekt. 

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In den vergangenen Tagen waren die ersten Kinder, insgesamt sind es derzeit 110, aus dem Hort der Grundschule Langebrück sowie aus der Kita Jakob-Weinheimer-Straße 16 und der Kita Bruhmstraße 6 in das neue Kinderzentrum eingezogen. Träger dieser Einrichtung ist die AWO Radeberg. Derzeit besuchten 110 Kinder in der Einrichtung, so Sandra Reppe. Die Leiterin der Einrichtung betonte, dass man sich auf diesen Tag schon lange gefreut habe. Denn eigentlich hatte dieses Kinderzentrum bereits vor zwei Jahren fertig sein sollen.

Weitläufiger Gebäudekomplex

Der Gebäudekomplex besteht aus drei Pavillons. Im ersten Pavillon am Wiesenweg werden die Hortkinder in vier großen Räumen unterbracht. Es gibt eine Kinderküche und eine kleine Werkstatt. Das Hortpersonal erhält eigene Räume. Im mittleren Pavillon befinden sich das Foyer, Küche, weitere Personalräume, Mehrzweck- und Therapieräume sowie ein Kinderrestaurant. Im dritten Pavillon werden im Erdgeschoss die Krippenkinder betreut und im Obergeschoss die Kindergartenkinder. 

Eine Luftwärmepumpe beheizt die Gebäude. Das Flachdach ist zum Teil begrünt. Hinter den Pavillons befindet sich ein großzügiges Außengelände mit Spiellandschaft. Dort wurden auch neue Bäume gepflanzt, bis die allerdings den Kindern einmal Schatten spenden werden, dürften noch einige Jahre ins Land gehen. Zusätzlich haben die Sandkästen Sonnensegel. Derzeit arbeiten in dieser modernen Einrichtung 15 Erzieherinnen. Weitere sollen noch hinzukommen, beschreibt es die Leiterin Sandra Reppe. „Ich denke, dass wir da sicher noch weiteres Personal bekommen werden“, so Reppe weiter.

Eigentlich sollte das Kinderzentrum bereits im November 2018 fertig sein. Die beauftragte Baufirma wurde allerdings zahlungsunfähig. In der Folge musste das gesamte Bauvorhaben erneut ausgeschrieben und vergeben werden. Dadurch verlängerte sich die Bauzeit um 15 Monate. Im Frühjahr 2019 übernahm eine Firma aus dem Erzgebirge das weitere Geschehen auf der Baustelle. Und dann kam im März Corona. Da hatte sich Sandra Reppe gefragt, wie und ob es nun weitergehen würde mit dem Kinderzentrum. Denn noch eine weitere Verzögerung hätte alle Umzugspläne zunichtegemacht. Aber es konnte dann doch tatsächlich während des Corona-Lockdowns weiter an diesem ambitionierten Bauprojekt gearbeitet werden.

Eine Art Bewegungskita

„Wir waren da alle sehr froh“, erinnert sich Sandra Reppe. Mit dem neuen Kinderzentrum wird auch die Kita-Platzkapazität in Langebrück erhöht. Aber bei der offiziellen Eröffnung wurde natürlich auch sichtbar, dass alle Arbeiten noch nicht ganz abgeschlossen sind. So wird derzeit noch am Außengelände der Einrichtung gearbeitet. Das räumliche Platzangebot ist recht ansehnlich für ein solch modern gestaltetes Kinderzentrum. Knapp 1.400 Quadratmeter stehen den Kindern derzeit zur Verfügung. Die restlichen 600 Quadratmeter werden in den folgenden Wochen fertiggestellt, sollen spätestens Ende September nutzbar sein.

Jetzt gehe es vor allem darum, sich einzuleben, beschreibt es Leiterin Sandra Reppe. Diese weitläufige Einrichtung wird es auf jeden Fall allen, Kindern wie Erziehern, in den kommenden Wochen und Monaten sicher leicht machen, endlich anzukommen in Langebrücks modernem Kinderzentrum. Das, wenn man es so will, ja auch eine Art Bewegungskita ist. Denn dort werden den Kleinen zahlreiche Möglichkeiten geboten, sich auszutoben. Und die werden selbstverständlich auch in diesem Sommer schon rege genutzt.

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