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Neue Kläranlage an die Nutzer übergeben

Umwelt. Das Abwasser von Buchholz wird seit dieser Woche in einerSimultanteichkläranlage umweltgerecht gereinigt.

Die Kläranlage wurde vom Vorsitzenden des Abwasserzweckverbandes „Schwarzer Schöps“ (AZV ), Horst Brückner, und dem Bürgermeister der Gemeinde Vierkirchen, Andreas Nedo, im Beisein des Bürgermeister einiger Gemeinderäten von Vierkirchen und dem Ortsvorsteher von Buchholz, Udo Gleisenberg, übergeben.

Mit dieser Kläranlage, gelegen am westlichen Ortsrand von Buchholz an der S 111 zwischen Rotkretscham und Wasserkretscham, kann ein Teil des geplanten Abwassernetzes für die Orte Buchholz, Melaune, Döbschütz, Tetta und Prachenau in Betrieb genommen werden. Sie ist die erste Anlage dieser Art in der Gemeinde Vierkirchen.

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Damit wird ein weiterer großer Schritt für eine saubere und intakte Umwelt getan. Buchholz ist der erste Ort, dessen Haushalte sich an das in den letzten Monaten ausgebaute Abwassernetz anschließen können. „Die anderen Orte werden sich je nach Fertigstellung und Erweiterung des Abwassernetzes in den kommenden Monaten und Jahren ihren Anschluss erhalten“, sagte der AZV-Vorsitzende.

Ausgelegt für 1 450 Einwohner

Die Kapazität der Kläranlage ist für etwa 1 450 Einwohner ausgelegt und bemessen. Gebaut wurde die auf etwa einen Hektar stehende Anlage zwischen Juni und November. Zwei Belüftungsteiche mit einen Fassungsvermögen von 7 000 Kubikmeter Wasser und einen Schlammstapel von zehn Jahren werden das anfallende Abwasser aufnehmen. Neun Schwimmbelüfter sorgen für den notwendigen Sauerstoff, der wiederum den Nährstoffabbau fördert.

Die Planer haben die Anlage so ausgelegt, das die beiden Belüftungsteich erst nach zehn Jahren entschlammt werden müssen. Dieser Schlamm kann dann als biologischer Dünger in der nichtökologischen Landwirtschaft verwendet werden, was sich insbesondere auf die Entsorgungsgebühren positiv auswirken wird.

In der Gemeinde Hohendubrau hat man damit schon gute Erfahrungen gemacht. In einem Schönungsteich sollen sich Schwimm- und Inhaltsstoffe absetzen, die nicht biologisch abbaubar sind. Hier sind regelmäßige Kontrollen und die Säuberung der Siebgitter notwendig. Ansonsten läuft die gesamte Anlage mit einen sehr geringen Bedienungsaufwand. Was sich wiederum für die angeschlossenen Haushalte kostengünstig auswirken soll.

Der Preis pro Kubikmeter zureinigen Abwasser wird nach Aussage von Brückner den einzelnen Haushalt mit 3,83 Euro belasten. Eine Belastung von der die künftigen Nutzer bisher in der Höhe verschont geblieben sind. Durch zwei Sickerbeete die abwechslungsweise arbeiten gelangt das geklärte Abwasser wieder in den natürlichen Umlauf der Natur.

Ständige Kontrollen geplant

Das die Kläranlage verlassene gereinigte Wasser steht unter ständiger Kontrollen durch das Umweltamt. Die Baukosten sollen sich auf etwa 500 000 Euro belaufen. Hier liegt noch keine endgültige Abschlussrechnung vor.

Stolz präsentierte Elk Forkel von der Phönix-Umwelttechnik während eines Rundganges das Herz der Kläranlage: Er informierte über die Arbeits- und Steuerungsweise der Belüftungsanlage. Auch die Vertreter der bauausführenden Firmen informierten über ihre Arbeit.

Für Ortsvorsteher Gleisenberg hat die Kläranlage vor allem positive Aspekte. Er sieht in ihr einen wichtigen Beitrag für eine saubere und intakte Umwelt. „Sicher sehe auch ich das die Abwassergebühren nun eine zusätzliche finanzielle Belastung für die Haushalte darstellt. Doch sollte man bedenken, dass auch die bisherige Entsorgung der Abwässer nicht kostenlos war.“ Außerdem sei damit ein großer Schritt zur Sauberhaltung der Umwelt und Natur getan. Gleichzeitig sind die letzten Maßnahmen für eine funktionierende Infrastruktur im Ort abgeschlossen. Damit kehre, so Gleisenberg, wieder die gewohnte Ruhe nach den fast zweijährigen belastenden Baubelästigungen, ein.