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Neue Köpfe wollen in den Stadtrat

Der CDU-Stadtverband hat seine Kandidaten für den Stadtrat aufgestellt. Darunter finden sich einige frische Gesichter.

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Von Dirk Schulze

Die Liste war lang, und entsprechend zeitaufwendig war das Prozedere. Doch am Ende der Nominierungssitzung im Sebnitzer Theatre Libre waren alle 26 CDU-Bewerber für die Kommunalwahl im Mai bestätigt. Angeführt wird die Liste von alten Bekannten: Ganz oben steht der aktuelle Vize-Bürgermeister und Apotheker Ekkehard Schneider, gefolgt von Ex-Klinikchefarzt Ernst-Udo Radke und CDU-Stadtverbands-
chefin Annegret Schowalter. Schneider und Radke sitzen seit Jahren im Stadtrat, Schowalter ist bei der letzten Wahl 2009 angetreten, hatte damals aber kein Mandat errungen. Mit Landwirt Wilhelm Baues, Schulleiterin Ina Reichelt und Günther Gebauer stellen sich weitere langjährige Ratsmitglieder zur Wiederwahl. Von der aktuellen zehnköpfigen CDU-Stadtratsfraktion finden sich alle Mitglieder auf der Bewerberliste, bis auf einen: Christoph Eiselt. Er tritt nicht noch einmal an.

Christine Hofmann, Lehrerin
Christine Hofmann, Lehrerin
Tino Kayser, Diplomkaufmann
Tino Kayser, Diplomkaufmann

Spannender wird es da bei den Neulingen, die 2014 für die CDU in den Stadtrat einziehen wollen. Am weitesten vorn auf der Liste, auf Platz acht, steht Manuela Ender. Die gebürtige Sebnitzerin ist seit zehn Jahren in der Partei und bewirbt sich nun erstmals um einen Sitz. Als Pensionsbetreiberin liegt ihr vor allem der Tourismus am Herzen. Ebenfalls zum ersten Mal bewirbt sich Tino Kayser. Der 42-jährige Diplomkaufmann hat 2011 die Geschäftsführung des Sebnitzer Kunststoffunternehmens Kimmel übernommen und will nun auch in der Stadtpolitik mitmischen. „Ich möchte vor allem die wirtschaftliche Seite stärken“, sagte er bei seiner Vorstellung. Ein weiterer Kandidat aus der Wirtschaft ist Florian Jehle. Der 26-Jährige ist seit 2013 zweiter Geschäftsführer beim Sebnitzer Fensterbau.

Die Kinder- und Jugendarbeit sieht Christine Hofmann als ihren Schwerpunkt. Als stellvertretende Schulleiterin des Goethe-Gymnasiums verfügt sie über das entsprechende Fachwissen. Die mit Abstand jüngste Kandidatin hat erst im letzten Jahr ihr Abitur gemacht. Ihr Gesicht sollte den meisten Sebnitzern bekannt sein: Christine Baues war in der Saison 2012 / 2013 das Sebnitzer Blumenmädchen. Wird sie gewählt, könnte die Studentin bei den Sitzungen neben ihrem Vater Platz nehmen. Die 18-Jährige ist die Tochter von Stadtrat Wilhelm Baues.

Mit Robert Läsker und Katrin Heyde streben zwei neue Kanditen aus den Ortsteilen in den Stadtrat. Als ehemaliger Bürgermeister und jetziger Ortsvorsteher von Kirnitzschtal verfügt Läsker über einige politische Erfahrung. Aus Lichtenhain kommt Katrin Heyde, die Leiterin der Sebnitzer Musikschule. Sie will sich für Bildung und Ausbildung starkmachen.