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Dresden

Neue Mieter im Elbepark Dresden

Im Winter werden zwei Eröffnungen gefeiert. Doch es gibt auch Leerstand und das Center kämpft mit einem Problem.

Im Elbepark tut sich was: Anfang kommenden Jahres ziehen dort zwei neue Mieter ein.
Im Elbepark tut sich was: Anfang kommenden Jahres ziehen dort zwei neue Mieter ein. © Robert Michael

In der Vorweihnachtszeit wird nicht nur Glühwein geschlürft, sondern auch gebummelt. Alle Jahre wieder füllen sich die Einkaufszentren in der Stadt mit mehr oder weniger gestressten Geschenke-Besorgern. Auch im Elbepark ist das Geschäft mit den Präsenten bereits in vollem Gang. Beim winterlichen Bummel können die Kunden bald Neues entdecken.

Welche neuen Läden gibt es?

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Gemeinsam allem gewachsen

Die Sparkassen-Versicherung Sachsen ist auch in dieser außergewöhnlichen Situation für ihre Kunden da.

Über zehn Jahre stand die Fläche im sogenannten Stadthaus leer. So wird der Anbau an der Lommatzscher Straße genannt, in welchem unter anderem das Kino sowie das Bowling-Center untergebracht sind. Im Januar kommenden Jahres zieht dort neues Leben ein. Doch welcher Mieter sich die verwaiste Fläche geangelt hat, dürfte den einen oder anderen Kunden überraschen. Der Haema-Blutspendedienst eröffnet dort ein Plasmaspendezentrum. Die Arbeiten an der Gewerbefläche sind bereits weitestgehend abgeschlossen. Derzeit wird die Technik intensiv geprüft.

Gordon Knabe, Centermanager des Elbeparks, erklärt, wie es zu dem ungewöhnlichen Mieter gekommen ist: So ist im Stadthaus, anders als im Center selbst, kein gewöhnlicher Einzelhandel erlaubt. Stattdessen müssen dort Anbieter aus dem Freizeit-, Dienstleistungs- und Gesundheitsbereich einziehen. Im vergangenen Jahr hat deshalb das Laserland dort eröffnet. „Jetzt wollten wir den Bereich Gesundheit ausbauen“, so Knabe. „Ist es nicht schön, wenn die Kunden vor oder nach dem Shopping die Chance haben, etwas Gutes zu tun?“ Und anders als bei der Blutspende können sie dafür sogar eine Gegenleistung erwarten. Für die Plasmaspende gibt es Geld.

Nicht nur vor, auch im Einkaufscenter, tut sich etwas. So soll im Februar 2020 eine Filiale des tschechischen Restaurants „Bageterie Boulevard“ eröffnen. Das ist ein Schnellrestaurant, welches vor allem warme und kalte Baguettes anbietet, welche verschieden belegt sind. Filialen gibt es in Prag, Bratislava, Berlin und Dubai. Auch in Dresden ist das Konzept bereits zu finden, bisher nur in der Centrum Galerie.

Wo stehen Flächen leer?

Auch wenn die beiden neuen Angebote in den Elbepark eingezogen sind, ist dieser noch nicht voll vermietet. Dann stehen immer noch zwei Flächen im Erdgeschoss sowie eine in der oberen Etage leer. Für den Laden im Erdgeschoss zwischen „Telekom“ und „Potterie“, welche erst seit wenigen Tagen leer steht, sowie für die Gewerbefläche im Obergeschoss werden derzeit Nachmieter gesucht. Das dritte Geschäft wird aber bewusst leer gelassen. „Das nennt man strategischen Leerstand“, erklärt Knabe. So stünde der Laden für eine Umstrukturierung bereit, die notwendig wird, wenn neue Mieter ins Einkaufszentrum einziehen. Hierzu gibt es bereits Pläne. Solange die Verträge aber noch nicht unterschrieben sind, kann der Centermanager hierzu nichts verraten.

Wie viele Kunden kommen jährlich in den Elbepark und werden es mehr?

Egal ob Weihnachtszeit oder nicht – rund zehn Millionen Kunden strömen jedes Jahr in das Einkaufszentrum. In diesem Jahr kann Knabe zwar einen Zuwachs von 1,8 Prozent im Vergleich zu 2018 verzeichnen. Doch die Zahl trügt. „Sie resultiert aus einem sehr schwachen Vorjahr“, sagt der Manager. Wegen des heißen Sommers seien weniger Leute einkaufen gegangen. „Prinzipiell haben wir wie alle aus dem Bereich Einzelhandel mit der wachsenden Konkurrenz durch den Online-Handel zu kämpfen“, sagt Knabe. Riesige Zuwächse könne der Elbepark deshalb nicht mehr verbuchen. Der Manager hofft allerdings, dass mit dem Bau der Tausenden Wohnungen ändert, die in der Flutrinne gebaut werden sollen, doch mehr Kunden kommen.

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Nein. Obwohl es bereits 5.000 kostenfreie Stellplätze gibt, reichen die vor allem an den Sonnabenden nicht aus. „Ich würde gerne weitere Flächen schaffen“, sagt Knabe. Doch das ginge nicht, weil es dafür einfach keinen Platz gebe. Der Centermanager bezweifelt auch, dass er in Zeiten des Umweltschutzes eine Zustimmung von der Stadt bekommt, wenn er beispielsweise eine Wiese in eine versiegelte Fläche verwandeln will. Stattdessen setzt auch der Elbepark auf den Ausbau von alternativen Mobilitätsformen. So wurde die E-Tankstelle komplett umgebaut. Des Weiteren gibt es einen Carsharing- sowie einen Transportersharing-Platz, E-Roller werden angeboten. Zudem ist der Elbepark sehr gut an den öffentlichen Personennahverkehr angebunden. An der Haltestelle auf der Lommatzscher Straße gibt es jeden Tag rund 10.000 Bewegungen. Trotzdem reisen immer noch viele Kunden mit dem Auto an. Das wird sich gerade in der Vorweihnachtszeit durch Stau bemerkbar machen.

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