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Neue Mieter im Salzhaus

Morgen soll der Umzug abgeschlossen sein. Seit dem 10.Dezember ziehen Mitarbeiter des Landkreises vom Portsmouther Weg 1 im ehemaligen Armeegelände in das Salzhaus. Die Büroräume in dem historischen Speicherbau sind damit wieder komplett vermietet.

Morgen soll der Umzug abgeschlossen sein. Seit dem 10. Dezember ziehen Mitarbeiter des Landkreises vom Portsmouther Weg 1 im ehemaligen Armeegelände in das Salzhaus. Die Büroräume in dem historischen Speicherbau sind damit wieder komplett vermietet. Das Salzhaus gehört der Kultur- und Weiterbildungs GmbH, auch kurz Kuweit genannt, einer Gesellschaft des Landkreises. Die Mietverträge für die Räume im Portsmouther Weg laufen zum Jahresende aus und sind vom Landkreis nicht verlängert worden. Der Vermieter ist eine Privatperson gewesen. Mit dem Neubau des Landratsamtes in Görlitz sind nun Umstrukturierungen im Gange, die auch dazu führen sollen, dass der Landkreis in Zukunft auf Fremdimmobilien verzichten und die Raumkosten senken kann.

In fünf Büros des ehemaligen Umweltamtes im Salzhaus zieht die Geschäftsstelle der Euroregion Neiße. Die Organisation hat acht Mitarbeiter und fördert die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Dreiländereck. Die Mitarbeiter haben gestern damit begonnen die 250 Umzugskartons auszuräumen. An die Dachschrägen in den neuen Büros in der fünften Etage müssen sich die Kollegen noch gewöhnen. „Ich habe mir schon dreimal den Kopf eingehauen“, kommentiert Bärbel Schubert den Körperkontakt mit den Holzbalken lachend. Vom Fenster im Gang bietet sich ein erhabener Blick bis zum Schwanenbrunnen über die obere Neustadt. „Die Räume haben Charakter“, sinniert Vera Voigt und greift wieder in die Kiste. „Irgendwie ist es auch gemütlich hier“, schallt es aus dem Nebenraum. Am Freitag um 10 Uhr sollen die Büros eingeräumt sein und die reguläre, grenzüberschreitende Arbeit wieder aufgenommen werden. Geschäftsführer Gerhard Watterott kann zukünftig beim Warten auf den Fahrstuhl seinen Blick weit über die Gipfel der Euroregion schweifen lassen.

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In den restlichen Büroräumen in der vierten und fünften Etage wird noch geräumt. Schränke werden ausgerichtet, Schreibtische verschraubt und Kabel vergelegt. Neben den Türen hängen noch die Schilder der Vormieter. Kaffeeduft wabert durch den Flur, korrekt zusammengefaltete Umzugskartons zeugen davon, dass einige Akten bereits ihren neuen Standort gefunden haben. 10 der 16 Mitarbeiter des Arbeitgeberservices beim Jobcenter des Landkreises ziehen hier ein. Vier von ihnen betreuen das Bundesprogramm 50 plus. Sechs Mitarbeiter des Arbeitgeberservices ziehen nach Löbau. Der Arbeitgeberservice wird dort erstmals präsent sein. Die Wege für Arbeitgeber zum Jobcenter sollen sich dadurch verkürzen.

Mit dem Umzug kommt der Landkreis auch dem Entwicklungskonzept der Stadt entgegen, die ihre Ämter langfristig ebenfalls vom Stadtrand in den historischen Stadtkern verlegen will. Die Frage, wo die Mitarbeiter parken werden, beantwortet Marina Michel. „Am Ottokarplatz und an der Turnhalle“, sagt die Pressesprecherin des Landkreises auf Anfrage der SZ.

Seit Bekanntwerden der Auszugspläne hatte sich der Landkreis um die Nachmieter bemüht und auch die Stadt Zittau und die Hochschule angesprochen. Die haben aber selbst genügend Immobilien und deshalb kein Interesse an den Büroräumen gezeigt. Das ist Geschichte, jetzt ist das Salzhaus fast wieder voll und belebt. Nur der große Laden an der Ecke im Erdgeschoss, in dem es früher Blumen gab, steht jetzt noch leer.