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Neue Möbel für den Ottendorfer Hort

Die Sanierung der Grundschule ist fast geschafft. Im Juli will der Bürgermeister das Ende der Baumaßnahme feiern.

Von Marleen Hollenbach

Seit über einem Jahr ist die Ottendorfer Grundschule eine Großbaustelle. Erst bekam das Gebäude nahe des Ottendorfer Rathauses einen neuen Anbau. Danach war die Gemeinde damit beschäftigt, den Brandschutz auf Vordermann zu bringen, einen Aufzug anzubauen und Platz für sechs neue Horträume schaffen zu lassen. Jetzt aber steht das Projekt kurz vor dem ersehnten Ende.

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Einzig die Möbel fehlen in den neuen Horträumen noch. Die hat die Gemeinde Ottendorf-Okrilla jetzt bestellt. In circa fünf Wochen sollen sie geliefert werden. Das kostet die Gemeinde noch einmal rund 87 000 Euro. Eine Investition, die aber notwendig ist, sagt Ottendorfs Hauptamtsleiter Udo Rößler. „Zuvor haben sich Grundschule und Hort die Räume geteilt. Weil das nach den Bauarbeiten nicht mehr so sein soll, ist die neue Ausstattung in den Horträumen erforderlich“, erklärt er. Zu Beginn des neuen Schuljahres sollen die Horträume betriebsfertig sein. Das Bauende ist aber schon für Mitte Juli angedacht. „Wir liegen voll im Plan und gehen davon aus, dass wir rechtzeitig fertig werden können“, sagt Ottendorfs Bauamtsleiter Andreas Jäpel. Auch Ottendorfs Bürgermeister Michael Langwald (parteilos) ist erfreut darüber, dass ein Ende der Baumaßnahmen an der Ottendorfer Grundschule jetzt wirklich in Sicht ist. Im Sommer möchte er die Einweihung gebührend feiern, und so auch allen Ottendorfern einmal zeigen, was an der Grundschule neu entstanden ist.

Projekt teurer als gedacht

Wie der Bürgermeister fiebern auch die Ottendorfer dem Ende des Vorhabens entgegen. Schon beim Anbau hatte es große Verzögerungen gegeben. Statt im August konnte dieser erst im vergangenen November eingeweiht werden. Und mit der Bauzeit stiegen auch die Kosten für das Projekt. Für den Anbau und die Sanierung der Grundschule hatte die Gemeinde ursprünglich 2,1 Millionen Euro eingeplant. Diese Rechnung geht heute nicht mehr ganz auf. Im November sprach Ottendorfs Kämmerin Manuela Bräunig schon von Mehrkosten in Höhe von 250 000 Euro. Verursacht wurde das auch von den Ottendorfer Gemeinderäten, die nachträglich beschlossen, den Anbau mit einer speziellen Klimaanlage im Anbau der Grundschule auszustatten. Auch der zusätzliche Bedarf beim Brandschutz war nicht billig. Selbst bei den Möbeln für den Hort muss die Gemeinde jetzt Geld drauflegen. Eigentlich hatte man mit rund 7 000 Euro weniger gerechnet. Kein Problem, sagt Ottendorfs Kämmerin. Das Geld sei im aktuellen Haushalt eingeplant.

Ganz allein bleiben die Ottendorfer aber glücklicherweise nicht auf den Kosten für Anbau und Sanierung der Grundschule sitzen. Der Landkreis Bautzen beteiligt sich mit 300 000 Euro an dem Projekt. Weil der Speisesaal im neuen Anbau auch von den Schülern der angrenzenden Oberschule mit genutzt wird, ist der Landkreis auch dafür zuständig. Denn die Oberschule befindet sich in Trägerschaft des Kreises. Entsprechend leistet das Landratsamt deshalb seinen Anteil an der Aula.