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Neue Orte zum Heiraten

Der Seeblick in Paulsdorf und die Schäferei in Sadisdorf bieten Trauungen. Ein Schloss pausiert aber momentan.

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Hier werden ab Mai Ehen geschlossen. Im Seeblick in Paulsdorf steht Adelheid Peglau im künftigen Trauzimmer.
Hier werden ab Mai Ehen geschlossen. Im Seeblick in Paulsdorf steht Adelheid Peglau im künftigen Trauzimmer. © Foto: Egbert Kamprath

Im Jahr lassen sich im Standesamt Dippoldiswalde rund 80 Brautpaare trauen. Die Termine konzentrieren sich in der Sommersaison, wie die Stadtverwaltung mitteilt. Die meisten Paare machen zwischen Mai und September den Schritt in die Ehe. Viele suchen sich dafür auch einen besonderen Trauort aus.

Das Standesamt Dippoldiswalde bietet diese Möglichkeit. Allerdings ändert sich dabei in diesem Jahr einiges. Das Trauzimmer im Rathaus ist und bleibt sozusagen die Standardvariante. Zwei neue Trauorte kommen dazu, ein bisheriger fällt zumindest für dieses Jahr weg. Das Standesamt Dippoldiswalde bietet jetzt sechs Termine im Haus Seeblick an der Talsperre Malter an. Dort finden am 11. Mai, 15. Juni, 6. Juli, 24. August, 14. September und 12. Oktober Trauungen statt, wie die Stadtverwaltung informierte.

Und in der Alten Schäferei in Sadisdorf sind ab diesem Jahr ebenfalls Trauungen möglich. Hier werden zwei Termine angeboten, der 22. Juni und der 21. September.

Im Schloss Reichstädt hingegen, wo das Standesamt Dippoldiswalde seit vielen Jahren Ehen geschlossen hat, wird dieser Service nicht mehr angeboten. Schlossbesitzerin Ilse von Schönberg bedauert dies. „Ich musste meine Preise erhöhen. Das war für die Stadt Anlass, im Schloss keine Trauungen mehr anzubieten“, erklärt sie. Frau von Schönberg wollte 220 Euro haben für das Trauzimmer. Sie hofft nun, dass das nur eine vorübergehende Pause bleibt und künftig wieder Trauungen in Reichstädt möglich sein werden. „Nachfragen danach habe ich“, sagt die Schlossherrin.

Nun ist das Trauzimmer im Rathaus Dippoldiswalde mit seiner Gewölbedecke auch ein historischer Ort. Aber viele Paare suchen außergewöhnliche Häuser für die Eheschließung und auch Möglichkeiten, in einer größeren Gesellschaft diesen Moment zu erleben. Da sind die Möglichkeiten im Trauzimmer begrenzt. Die anderen Trauorte haben mehr Platz. Das Begegnungszentrum Seeblick bietet in dem Raum, wo die Trauungen stattfinden, Platz für gut 50 Personen. Die alte Schäferei kann im Saal, wo die Trauungen geplant sind, rund hundert Menschen aufnehmen.


In der Alten Schäferei in Sadisdorf bietet das Standesamt Dippoldiswalde künftig ebenfalls die Möglichkeit zu Eheschließungen an. 
In der Alten Schäferei in Sadisdorf bietet das Standesamt Dippoldiswalde künftig ebenfalls die Möglichkeit zu Eheschließungen an.  © Foto: Egbert Kamprath

Jeder Trauort hat seinen eigenen Charakter und bietet manchmal auch die Möglichkeit, in der Nähe zu feiern. Der Seeblick hat derzeit mehrere Räume, die kleinere Gesellschaften aufnehmen können. Bald steht aber auch der Saal mit 130 Plätzen zur Verfügung. Der wird im Spätsommer fertig, wie Adelheid Peglau ankündigt, die das Begegnungszentrum leitet. Derzeit laufen hier noch die Arbeiten für die Sanierung. „Und die Talsperre mit dem Rondell an der Eisoase ist natürlich auch ein schönes Ambiente für die Hochzeitsfotos“, sagt Adelheid Peglau. Von den sechs Terminen, die im Seeblick angeboten werden, sind bisher fünf schon belegt.

Die Alte Schäferei in Sadisdorf, die von einem Verein bewirtschaftet wird, hat demgegenüber einen rustikaleren Charakter. Sie liegt am Dorfrand im Grünen. „Für uns sind die Trauungen natürlich eine Werbung, die das Haus auch bekannter macht“, sagt Olaf Schwiteilo, der Vereinsvorsitzende. Ob in der Schäferei auch gefeiert werden kann, hängt von der Terminplanung ab. Wenn mehrere Trauungen hintereinander stattfinden, wird es nicht möglich sein. Steht nur eine Trauung am Tag auf dem Terminplan, stünde dem nichts entgegen.

Terminreservierungen nimmt das Standesamt Dippoldiswalde unter Tel. 03504 6499138/139/177 oder per Mail entgegen.

Sie wollen noch besser informiert sein? Schauen Sie doch mal auf www.sächsische.de/dippoldiswalde vorbei.

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