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Neue Ortsdurchfahrt für Rammenau

Die Hauptstraße im Dorf wird voraussichtlich ab 2014 gebaut. Eine Belastung für Gewerbe und Anwohner. Aber eine begrenzte.

Von Carolin Menz

Rammenau wird für zweieinhalb Jahre zur Baustelle: Die Ortsdurchfahrt wird grundhaft ausgebaut. Es wird eine Belastung werden für Gewebetreibende, Händler, Anwohner. Und für den Ort als Ziel vieler Touristen selbst. Rammenaus Bürgermeisterin Hiltrud Snelinski weiß das und freut sich dennoch, dass es nun endlich losgeht. Gemeinsam mit Lutz Günther, Chef der Bautzner Niederlassung des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (LASuV), unterzeichnete sie jetzt die gemeinsame Baudurchführungsvereinbarung.

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Unter anderem setzte die Gemeinde durch, dass im Interesse der Händler, Dienstleister und Handwerker in der Ortsmitte ohne Vollsperrung gebaut wird. Das macht den Bau zwar erheblich teurer und langwieriger – allerdings müssen Fahrer keine Umleitungen in Kauf nehmen und wird das Dorf nicht abgehängt. Insgesamt werden rund 1,4 Millionen Euro in das Gemeinschaftsprojekt von LASuV und Gemeinde investiert. Wann es genau beginnt, ist aber noch unklar. Wie Lutz Günther sagt, sei das Vorhaben für das kommende Jahr im Bauprogramm des Freistaats angemeldet. Vorausgesetzt, das sächsische Wirtschaftsministerium bestätigt es, könnte es 2014 losgehen.

Der geplante Ausbau der Ortsdurchfahrt in Rammenau umfasst sowohl den zunächst beginnenden Straßenbau als ersten Bauabschnitt sowie den Bau eines Kreisverkehrs und die Erneuerung des Abschnitts der B 98 direkt nach dem Ortseingang als zweiten Bauabschnitt. In diesem Bereich, wo Bischofswerdas Ortsumfahrung endet, gibt es seit ihrer Eröffnung immer wieder Kritik. Zur Verkehrsberuhigung würde der geplante Kreisverkehr beitragen. Wann er gebaut wird, ist aber noch völlig offen. Die Landesdirektion – die Baurecht schafft – teilt auf Anfrage mit, dass der „Antrag auf Planfeststellung auf Vollständigkeit und Schlüssigkeit geprüft wurde und nun auslegungsreif“ sei.

Der Straßenbau im Dorfzentrum erfolgt auf einer Gesamtlänge von 1,13 Kilometern. Er wird in drei Teilabschnitte unterteilt sein. Baubeginn soll jeweils im Frühjahr sein und dann jeweils sechs bis acht Monate dauern.

Teilabschnitt 1: Brücke über Gruna

und angrenzende Straße

Mit dem schlimmsten Abschnitt der Straße wird begonnen – im Bereich der Brücke über die Gruna. Bis auf die Unterbauten wird das Bauwerk neu errichtet, wie Lutz Günther sagt. Während des Brückenbaus werden eine Behelfsbrücke und -umfahrung über die Gruna errichtet. Der Baustellenbereich wird voll gesperrt. Die Straße vor und nach der Brücke wird grundhaft erneuert. Der erste Teilabschnitt erstreckt sich über eine Länge von rund 130 Metern.

Teilabschnitt 2: Ab Bundesstraße 98

bis zur Fichtestraße

Ein Jahr später – voraussichtlich ab Frühling 2015 – startet der zweite Teilabschnitt des Projektes. Grundhaft ausgebaut wird die Hauptstraße ab dem künftigen Kreisverkehr an der B 98 bis zur Fichtestraße auf einer Länge von 700 Metern. „Der Ausbau bis zum Burkauer Weg muss unter Vollsperrung erfolgen, ab dort gibt es eine halbseitige Sperrung“, so Lutz Günther.

Teilabschnitt 3: Von der Niederdorfstraße bis zur Tankstelle

250 Meter lang ist der dritte Teilabschnitt: Er führt von der Niederdorfstraße bis zur Tankstelle am Ortsausgang Richtung Hauswalde. Auch hier wird die Straße grundhaft ausgebaut. Im Bereich der Tankstelle wird zudem ein etwa 100 Meter langes Stück neuer Fußweg gebaut. Schon jetzt laufen in diesem Bereich Arbeiten: Mit dem Bau eines größeren Wasserdurchlasses unter der Straße wird der Hochwasserschutz verbessert. Während der Bauphase rollt der Verkehr über einen aufgeschütteten Damm – er wird erhalten bleiben und später als Radweg in Richtung Hauswalde genutzt.