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Neue Pumpen für besseren Schutz vor Hochwasser

Der Kreis macht zusätzliches Geld locker für die Ausrüstung der Gemeinden. Kottmar spielt dabei eine besondere Rolle.

Von Romy Kühr

15 Städte und Gemeinden im Landkreis bekommen jetzt neue Schmutzwasserpumpen. Diese können bei Hochwasser und Unwettern zum Einsatz kommen. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass solche Hilfsgeräte dringend zur Ausstattung für die Gemeinden in der Oberlausitz gehören. Der Landkreis Görlitz hat jetzt noch einmal Geld zur Verfügung gestellt, damit die Gemeinden ihre Ausrüstung aufstocken können. Als Fördermittelgeber kann die Kreisverwaltung jedoch nicht selbst die Lieferung der Pumpen ausschreiben.

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Deshalb hat das die Gemeinde Kottmar für alle 15 Kommunen übernommen. Firmen, die Schmutzwasserpumpen liefern können, konnten sich bei der Kommune um den Auftrag bewerben. „Das ist schon ein gewisser Verwaltungsaufwand“, erklärt Bürgermeister Michael Görke (parteilos). Die Ausschreibungsunterlagen müssen vorbereitet, eingehende Angebote ausgewertet werden. „Aber wir haben eine leistungsstarke Verwaltung, nicht zuletzt dank der Gemeindefusion“, sagt der Kottmar-Bürgermeister. Deshalb habe sich seine Gemeinde bereiterklärt, für den Kreis diese Aufgabe zu übernehmen, sagt Görke.

Insgesamt werden 25  Pumpen angeschafft. Die Geräte sind besonders leistungsstark und sollen zum Einsatz kommen, wenn künftig Überflutungen drohen. Davon profitieren Kommunen im gesamten Kreis Görlitz, darunter zum Beispiel Löbau, Ostritz, Bernstadt und Herrnhut, zählt Michael Görke einige auf. Vier der Schmutzwasserpumpen sind für die Gemeinde Kottmar bestimmt. Sie werden in Zukunft bei Bedarf in allen Ortsteilen zur Verfügung stehen. Michael Görke weiß aus eigener Erfahrung in seinem Ort, wie hilfreich diese Ausrüstung im Ernstfall ist. In Kottmar waren bei den schweren Unwettern der vergangenen Jahre die Feuerwehren mit Pumpen ausgerückt, um auf Privatgrundstücken zu helfen. Einige Pumpen hatten den Wassermassen nicht standgehalten und sind durch den Dauergebrauch kaputtgegangen. Für die neuen Geräte müssen die Städte und Gemeinden nur ein Viertel der Anschaffungskosten selbst tragen, 75 Prozent fördert der Landkreis.

Gestern hat die Verwaltung in Kottmar den Auftrag ausgelöst. Michael Görke geht davon aus, dass die Schmutzwasserpumpen im Januar 2014 geliefert werden.