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Neue Räume, neue Ideen

Der Kulturverein Arnsdorfer Land ist in der Plattenbauschule umgezogen. Dadurch hat sich einiges verändert.

Von Sylvia Gebauer

Musik ertönt im Hintergrund. Die Kinder haben Aufstellung genommen. Erster Durchgang, dann noch einer. Auf See geht‘s für die Tänzer vom Kulturverein Arnsdorfer Land, die Piraten sind ihr Thema. So weit wie der Ozean sind ihre Räume dann doch nicht. Trotzdem hat sich in den letzten Wochen in den Trainingsräumen einiges getan.

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Freitagnachmittag wird in der Arnsdorfer Plattenbauschule trainiert. In der zweiten Etage war das bisher der Fall. Ein ehemaliges Klassenzimmer hatte der Verein zum Trainingsraum umfunktioniert. Allzu viel Platz war nicht gerade. An der Seite standen die Stühle, die Kinder mussten sich im Trainingsraum umziehen. Wenn die Eltern zusahen, saßen auch sie hier. Aber für Showtanz brauchen die Arnsdorfer schon Platz. Ein weiteres Problem: „Wenn wir die Heizung vorm Training aufdrehten, war der Raum erst warm, wenn es beendet war“, sagt Kati Skodnik vom Kulturverein. Sie haben sich mit der Situation arrangiert. Deshalb freute sie sich, als die Gemeindeverwaltung auf den Verein zukam. Ihnen andere Räume innerhalb des Gebäudes anbot. Lange mussten sie nicht überlegen. – Im Herbst 2013 gab es dann die Kehrtwende, zwei neue Räume wurden dem Verein angeboten. So zogen sie mit Sack und Pack um. Von der zweiten Etage in die erste. Direkt über dem Mitteleingang sind die Trainingsräume des Vereins zu finden. Positiver Nebeneffekt: Das Training wird professioneller, denn die Kinder haben endlich Platz, können sich im Nebenraum umziehen. Zugleich haben die Vereinsmitglieder im Nebenraum endlich ausreichend Platz für ihre Sitzungen. „Wer zu spät kam, musste dann in der Tür sitzen“, sagt Kati Skodnik und muss schmunzeln. Dass gehört nun der Vergangenheit an. Auch die Stühle sind aus dem Trainingsraum verschwunden. Die Kinder haben Platz. Und der wird für die neueste Idee des Vereins auch benötigt.

Zwei Tanzgruppen hat der Verein. Seit 2007 gibt es die Formationen. Früher traten sie als die kleinen und die großen Tanzmäuse auf. Diese Zeiten sind vorbei. Sie haben sich nicht getrennt, sondern sich einen moderneren Namen verpasst. Die großen sind die Dancing Girls. Und die jüngeren wollten auch einen neuen Namen. Sie treten jetzt als Turbo Kids auf. Und mit beiden Gruppen versuchen die Trainer etwas Neues. „Erstmals werden beide Formationen einen gemeinsamen Tanz einüben, so wollen wir den Zusammenhalt stärken“, sagt Pia Hantsche vom Verein. Freitags trainieren die jüngeren Tänzer erst ihren Part. Zurzeit sieht es noch etwas sonderbar aus. Wenn sie sich aufstellen, ist noch viel Luft zwischen den Tänzern. „Hier fügen sich dann die großen Tänzer ein“, sagt Pia Hantsche. 15 Minuten trainieren beide Gruppen ihren Tanz gemeinsam. Dann heißt es für die Turbo Kids Trainingsende. Jetzt sind die Dancings Girls gefordert, nun schwitzen und trainieren sie. Auch sie üben ihren Showteil, dort fehlen dann eben die Turbo Kids. Das wird sich noch zusammenfügen. Bei den Auftritten wird dieser Tanz ein Highlight sein. „Wir sind gespannt, wie er beim Publikum ankommt“, sagt Pia Hantsche.

Neue Räume haben die Arnsdorfer jetzt. Und endlich haben sie mehr Platz. Freitagnachmittag wird in der Plattenbauschule weiterhin trainiert. 25 Tänzerinnen und ein Tänzer sind es.