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Neue Runde im Prozess um verdursteten Jungen

Leipzig. Der Prozess um einen Mitarbeiter des Leipziger Jugendamtes, der sich für den Tod eines verdursteten, zweijährigen Jungen verantworten muss, geht in die nächste Runde. Sowohl die Staatsanwaltschaft...

Leipzig. Der Prozess um einen Mitarbeiter des Leipziger Jugendamtes, der sich für den Tod eines verdursteten, zweijährigen Jungen verantworten muss, geht in die nächste Runde. Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch Rechtsanwalt Stephan Flemming, der Verteidiger von Sozialarbeiter Tino H., legten Rechtsmittel ein. Damit dürfte es zur Neuauflage des Prozesses am Leipziger Landgericht kommen.

Vor zwei Jahren war eine drogensüchtige junge Mutter in ihrer Leipziger Wohnung an einer Überdosis gestorben, ihr kleiner Sohn verdurstete danach allein. Das Amtsgericht hatte den Sozialarbeiter vorige Woche der fahrlässigen Tötung durch Unterlassen für schuldig befunden und eine Geldstrafe von 90 Tagessätzen à 40 Euro verhängt. Dagegen geht er jetzt vor. Er sei nach wie vor überzeugt, dass seinem Mandaten keine Pflichtverletzung vorzuwerfen ist und ihn keine Schuld an dem tragischen Tod von Kieron-Marcel trifft, betont Anwalt Flemming.

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Auch die Staatsanwaltschaft ging in Berufung, weil sie das Urteil für „nicht Tat- und Schuldangemessen“ hält, erklärte ein Sprecher. Die Ermittler hatten eine Geldstrafe von 120 Tagessätzen gefordert. (sh)