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Neue Runde in guter Laune

Im September geht Freitals beliebte Veranstaltungsreihe weiter. Ihre 44. Ausgabe endete am Wochenende mit einem Knall.

Von Heinz Fiedler

Mit rauschendem Beifall wurde am vergangenen Wochenende der 44. Jahrgang der „Guten Laune“, die traditionsreiche Veranstaltungsreihe des Stadtkulturhauses Freital, in den ausgedehnten Sommerurlaub entlassen. Bei erstklassigem Grill- und Malterwetter ein nahezu ausverkauftes Haus, das will etwas heißen. Versprochen war eine Rosengala, ein durchaus gerechtfertigter Titel. Ein nur kleines Aufgebot an Mitwirkenden präsentierte ein rosiges Finale, das bestens unterhielt.

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Stürmisch gefeiert Kathrin und Peter. Die sympathischen Lausitzer fühlen sich seit eh und je dem deutschsprachigen Schlager verpflichtet. Gut bei Stimme bot das Duo mit Charme und Witz einen Querschnitt durch sein umfangreiches Repertoire. Darunter eine Fülle melodischer, sofort ins Ohr gehende Titel, die viele kannten und mitsangen, obwohl aus dem Radio Tag für Tag meist ganz andere Klänge tönen. Dazu eine reiz- und effektvolle Magie- und Blumenshow von Milko Bräuer. Alles in allem ein ganz und gar rundes Programm.

Fiel der eben abgelaufene Jahrgang aus dem Rahmen des seit Langem herkömmlichen? Eher nicht. Wir hatten es mit einem durchwachsenen Angebot zu tun, was wohl nicht anders sein konnte. Bezahlbare, akzeptable Programme sind auf dem Markt der Unterhaltungskunst zur Rarität geschrumpft. Wiederholungen, die durchaus Zustimmungen fanden, ließen sich nicht vermeiden, weil das, was noch da ist, oft schon mehrfach auf Freitals Bühne Nummer 1 präsent war. Der immer mal wieder geäußerte Wunsch, Prominente zu engagieren, verbietet sich angesichts der Gagenforderungen sogenannter Stars von selbst.

Angesichts solcher Fakten hatte die Kulturhausleitung ihre liebe Mühe und Not, acht Folgen unter Dach und Fach zu bringen. Neben Extras wie etwa das Gastspiel von Dagmar Frederic oder das Weihnachtskonzert mit Gabi Albrecht und Henry Arland konnte Durchschnittliches und weniger nicht ausbleiben. Das führte zwangsläufig zu Auswirkungen auf den Besuch. Direktorin Angelika Schminder schätzt den momentanen harten Kern auf 250 meist ältere Stammgäste. „Die Treue der Gäste, die ständig kommen, möchten wir nicht enttäuschen. Wir haben uns deshalb zu einer Fortsetzung mit wieder acht Vorstellungen entschlossen. Im September starten wir mit Operetten und Musicals in den 45. Jahrgang.“ Der Fahrplan ist noch in Arbeit und soll spätestens Mitte August vorliegen. Nur soviel: Die Weihnachtsgala ist mit Angela Wiedl und dem Schäferensemble repräsentativ besetzt. Disponiert sind Programme mit Schweden-Star Nina Lizell und Dorit Gäbler.

Es scheint, als habe die bald 45-jährige Freitaler „Gute Laune“ und der sattsam besungene erzgebirgische Holzmichel vom Liedtext her eines gemeinsam – Ja, sie lebt noch!