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Neue Schulleiterin vor Herausforderungen

Noch ist Romy Stötzner in der Oberschule „Am Planetarium“ – nächstes Jahr dann im Neubau.

Romy Stötzner ist neue Leiterin der Oberschule „Am Planetarium“. Das Haus gegenüber der Sternwarte in der Collinsstraße kennt sie bereits. Nach ihrer Rückkehr aus der Türkei vor gut zehn Jahren hat sie hier unterrichtet.
Romy Stötzner ist neue Leiterin der Oberschule „Am Planetarium“. Das Haus gegenüber der Sternwarte in der Collinsstraße kennt sie bereits. Nach ihrer Rückkehr aus der Türkei vor gut zehn Jahren hat sie hier unterrichtet. © Foto: Hagen Linke

Hoyerswerda. So „richtig“ angekommen ist sie noch nicht in ihrer neuen Rolle. Das scheint auch unmöglich. Am 8. August hat Romy Stötzner ihre Berufung als neue Schulleiterin der Oberschule „Am Planetarium“ in der Collinsstraße erhalten. „Es sind jetzt viele Dinge, die neu auf mich zukommen“, sagt die Schwarzkollmerin.

Dass sie damit gut klarkommen kann, hat die 53-Jährige in der Vergangenheit bewiesen. Seit 1990 ist sie Lehrerin, zunächst für Mathematik und Chemie, es schloss sich ein Informatik-Studium an der TU Dresden an. Zuletzt war Romy Stötzner acht Jahre im Kultusministerium beschäftigt und unter anderem verantwortlich für die Landespersonal-Datenbank und die technische Umsetzung des Handlungsprogrammes „Nachhaltige Sicherung der Bildungsqualität in Sachsen“.

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Übergabe sehr gut vorbereitet

Am Planetarium tritt Romy Stötzner nun das Amt von Sabine Rost an, die schon eine Weile die Lautaer Oberschule leitet. „Sie hat die Übergabe sehr gut vorbereitet“, sagt die Nachfolgerin. Mit der Schulleitung hat sie gleichzeitig eine besondere Verantwortung übernommen: Wenn im kommenden Schuljahr die neue Oberschule im WK I ihren Betrieb aufnimmt, wird Romy Stötzner die Schulleiterin sein. Es ist dann Hoyerswerdas zentrale Oberschule. Nun gilt es unter anderem, die gewachsenen Lehrer-Kollegien der Planetarium-Schule und der Oberschule „Am Stadtrand“ zusammenzuführen. Das wird keine einfache Aufgabe. Romy Stötzner sagt, sie sei offen für vieles Neue, auch für neue Unterrichtsformen. Sie hat Ideen und Ziele, aber die bleiben noch unausgesprochen. Zum einen gilt es, als neue Schulleiterin „anzukommen“. Zudem steht im September ein Treffen bei ihrem Amtskollegen Joachim Glücklich in der Altstadt an, wo sie auch das Kollegium kennenlernen wird. Romy Stötzner weiß, dass sehr genau auf den Start der neuen Oberschule geschaut wird, freut sich aber sehr darauf: „Neue Herausforderungen sind wunderbare Gelegenheiten, Neues über sich selbst zu erfahren“, zitiert sie den österreichischen Lehrer und Dichter Ernst Ferstl.

Viele Erfahrungen hat Romy Stötzner auch in den zwei Jahren gesammelt, in denen sie an der Deutschen Schule in Istanbul unterrichtet hat. 2006 ist sie mit ihrem Mann, der ebenfalls Lehrer ist, in die Türkei gegangen. An der Schule wurden Botschaftskinder und türkische Jugendliche unterrichtet. Das war durchaus ein Erfahrungs-Zugewinn: „Wir haben gelernt, über den Tellerrand zu blicken.“

„Ich bin froh, dass sie sich auf die Stelle beworben hat“, sagt Thomas Delling, Bürgermeister des Schulträgers Hoyerswerda. Nicht nur, weil die Schwarzkollmerin die regionalen Gegebenheiten kennt, sondern auch ihre Erfahrung als Informatik-Fachberaterin nutzen kann. Hoyerswerda erhält vom Digitalpakt-Paket des Bundes etwa 1,3 Millionen Euro für seine Schulen. Die neue Oberschule soll auch inhaltlich beste Startbedingungen bekommen.

Auf der Baustelle war Romy Stötzner noch nicht. Aber gelernt hat sie an der einstigen EOS „Ernst Schneller“. In den 80er-Jahren war sie ein Jahr in einer Vorbereitungsklasse für das Abitur, bevor sie ans Lessing-Gymnasium wechselte. „Damit schließt sich für mich ein Kreis.“

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