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Neue Technik fürs Pumpenbübchen

Ein neuer Schacht wird ausgehoben, Brunnenbauer und Elektriker müssen noch ran.

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© Dietmar Thomas

Von Elke Görlitz

Waldheim. Am Wochenende soll aus dem Pumpenbübchen wieder Wasser sprudeln. So ist der Plan. Und der scheint aufzugehen, denn am Dienstag rückte ein Mitarbeiter der Firma EST an und hob einen Schacht aus. In diesem wird die neue Technik installiert, die dafür sorgen soll, dass das Wasserspiel künftig möglichst wartungsarm betrieben werden kann.

Das war bisher nicht der Fall. Die Pumpe machte Probleme. Sie befördert auf Knopfdruck Wasser in einen Drachenkopf, aus dem es wiederum in eine Schale plätschert, die das Bübchen in der Hand hält. Mit einem Anschluss an das Trinkwassernetz soll sich der Einsatz der Pumpe erledigt haben. Sind die EST-Mitarbeiter am Dienstag mit ihrer Arbeit fertig, haben am Mittwoch noch Pumpenbauer und Elektriker Arbeit, so Amtsleiter Michael Wittig im Stadtrat. Spätestens am Wochenende soll das Pumpenbübchen wieder funktionstüchtig sein.

Auch ohne Pumpe wird das Pumpenbübchen nicht namenlos, denn es hockt neben einer historischen Brunnenanlage. Die Skulptur am Eingang zur Schlossstraße schuf die Künstlerin Irmgard Biernath, die zur Einweihung 1998 mit dabei war. In die Schlagzeilen kam die bronzene Brunnenfigur 13 Jahre später, als sie ein damals 29-jähriger Waldheimer vom Sockel riss, zersägte und als Buntmetallschrott verkaufte. Im Jahr 2014 wurde ihm der Prozess gemacht. Drei Waldheimer Vereine sammelten schließlich das Geld für den Nachguss. Zum Stadtfest vor drei Jahren erhielt die Anlage das Bübchen zurück – ein originalgetreues Duplikat. (mit DA/sig)