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Neue Toiletten in der Grundschule

Lange haben Kinder, Eltern und Lehrer von Königswartha darauf gewartet. Nun soll es in kleinen Schritten am und im Schulhaus weitergehen.

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© Uwe Soeder

Von Kerstin Fiedler

Königswartha. Hell sind die neuen Toiletten und die Räume mit den Waschbecken in der Grundschule Königswartha. Die Fliesen im dezenten beige mit einer orangen Kante, die Türen in typisch Königswarthaer Farben, in grün-weiß. Schick sind sie geworden, das finden neben Helena und Sarah auch die anderen Kinder, aber auch die Lehrer.

Lange haben Eltern und Lehrer darum gekämpft, endlich die alten Toiletten mit dem Charme vergangener DDR-Zeiten zu sanieren. Immer musste die Grundschule zurückstecken, weil andere Dinge wichtiger waren oder gerade das Geld knapp war. Doch das alles ist nun vergessen. Insgesamt kosteten die Arbeiten rund 290 000 Euro. 75 Prozent der Summe wird aus dem Förderprogramm „Brücken in die Zukunft“ gefördert. Der Eigenanteil der Gemeinde in Höhe von rund 73 000 Euro wird aus der investiven Schlüsselzuweisung des Landkreises genommen.

Zusätzlich zu den Toiletten wurden in sieben Klassenräumen die Waschbecken und die dazugehörenden Zu- und Ableitungen erneuert. Das findet auch die Klassenlehrerin der 4a, Corina Mahn, sehr schön. „Jetzt sind die alten Leitungen weg und die Waschecke ist schön gestrichen“, sagt sie und wünscht sich, dass nun noch die Wände der Klassenzimmer dran kommen. Versprechen will und kann das der Königswarthaer Bürgermeister Swen Nowotny (CDU) nicht. Aber er sagt, dass die Gemeinde dran bleibt.

„Wir hoffen auf ein neues Förderprogramm, das die Bundesregierung schon aufgelegt hat, aber das noch nicht für das Land Sachsen konkretisiert ist“, sagt Nowotny. Allein mit der Fachförderung, die 40 Prozent der Kosten übernimmt, kann es eine Gemeinde wie Königswartha nicht schaffen. Deshalb könne er sich vorstellen, dass tatsächlich erst einmal die weniger aufwendigen Vorhaben wie Renovierung der Räume und Flure dran kämen. „Dämmung und Außenfassade ist ein zu großer Brocken“, sagt Swen Nowotny. Doch mit den Toiletten ist nun wenigstens ein weiterer Wunsch erfüllt worden. Auch in Sachen Brandschutz sind einige Forderungen umgesetzt.

Bessere Arbeitsverhältnisse haben mit dem Umbau der Toiletten auf zwei Etagen auch der Hausmeister und die Reinigungskräfte. Für beide wurden Arbeits-, Aufenthalts- und Sanitärräume im Erdgeschoss errichtet. Für die Firma Krüger, die seit vielen Jahren die Reinigung des Schulhauses übernimmt, wurde extra ein Abzug eingebaut, damit sie eine Waschmaschine aufstellen kann. „Auch wenn das Schulhaus an sich alt war, so haben die Frauen immer für eine super Sauberkeit gesorgt“, lobt der Bürgermeister.

Swen Nowotny freut sich über die positive Resonanz der Eltern auf die schrittweisen Verbesserungen in der Schule. Turnhalle und Sportplatz, ein ansprechendes Außengelände, das sind schon vorzeigbare Sachen, findet der Bürgermeister. Dass der Hort sich nun nicht im gleichen Komplex, sondern in der Kita des Christlich Sozialen Bildungswerks (CSB) befindet, hält er nicht unbedingt für einen Fehler. Die Erstklässler werden mit einer Erzieherin dorthin begleitet, doch die anderen Klassenstufen dürfen allein gehen. „Ich finde es gut, wenn wir den Kindern vertrauen und sie zur Selbstständigkeit erziehen“, sagt Swen Nowotny. Er ist stolz auf die Arbeit der Lehrer in der Grundschule. „Hier wird eine gute, engagierte Arbeit für unsere Kinder gemacht“ sagt Swen Nowotny.