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Neue Turnhalle am Schiller-Gymnasium ist fertig

Der Bau bietet von nun an beste Möglichkeiten für den Sport. Es sind aber nicht nur die Schüler, die sich darüber freuen dürfen.

© Norbert Millauer

Von Alexander Müller

Es sind die „leuchtenden Augen“, die Bernd Wenzel sieht und selbst erstrahlen lässt. Der Schulleiter des Friedrich-Schiller-Gymnasiums von Pirna war gestern des Lobes und der Freude voll, als die neue Dreifeldsporthalle ganz in der Nähe seiner Schule auf der Seminarstraße offiziell eröffnet wurde. Auch Pirnas Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke (parteilos) zog es buchstäblich die Socken aus, denn das ist in dem neuen Komplex so Pflicht. Schließlich soll die Halle noch eine Weile gut in Schuss bleiben. Aber auch im übertragenen Sinne war der OB von den Socken. „Heute ist ein freudiger Tag für den Sport in unserer Stadt“, erklärte er. Die alte Turnhalle habe ihre besten Tage schon lange hinter sich. Das neue Sportzentrum biete nun wesentlich mehr Möglichkeiten und komplettiere den hochmodernen Schulstandort Friedrich-Schiller-Gymnasium. „Besonders freue ich mich über das Lob der Behindertenbeauftragten des Landkreises, die allen Verantwortlichen gute Arbeit bescheinigt hat“, erläuterte Klaus-Peter Hanke.

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Neben der Schule nutzen insgesamt aber auch 14 Vereine mit 45 verschiedenen Sportgruppen, eine Physiotherapie und das Internat die drei Hallenteile und den Gymnastikraum.

Die moderne Halle mit individuellem Farbkonzept aus Schwarz und Gold verfügt über drei voneinander trennbare Sportfelder mit jeweils zwei Umkleidekabinen, einen separaten Gymnastikraum, einen Beratungsraum und ein Lehrerzimmer. Die Individualität der Fassade aus Schwarz und Gold setzt sich im Innenraum fort: So stehen im optisch hervorstechenden Foyer dem schwarzen Fußboden goldene Wände und dem dunklen Sportboden in der Halle ein an einen Goldton angelehnter Prallwandbelag gegenüber.

Im Flur kennzeichnen farbige Wandflächen den Weg durch alle drei Bereiche: Grün (Bereich A), Magenta (Bereich B) und Blau (Bereich C). Ein Leitsystem im Fußboden begleitet die Sportler als farbige Streifen im Belag vom Eingang bis in die Halle. Die Möglichkeit, die Sporthalle durch zwei Vorhänge zu trennen, gewährleistet die zeitgleiche sportliche Betätigung mehrerer Klassen oder Gruppen.

Möglich wurde der Bau durch die kurzfristig zur Verfügung gestellten Fördergelder des Freistaates. Mit einem Grundsatzbeschluss bekannte sich der Stadtrat im Herbst 2011 dazu, diese Baumaßnahme außerplanmäßig zu realisieren.

Der im Frühjahr 2012 beschlossene Nachtragshaushalt bildete die Grundlage für den Start des Bauvorhabens. Nachdem ursprünglich 3,8 Millionen Euro veranschlagt worden waren, belaufen sich die Kosten für das Vorhaben nun auf 3,7 Millionen Euro. Das Land Sachsen fördert den Turnhallenneubau mit 1,6 Millionen Euro. Damit ist die Sanierung und Erweiterung des Schulkomplexes des Schiller-Gymnasiums nun weitestgehend abgeschlossen. Der Abriss der alten Turnhalle auf dem Schulgrundstück ist noch für dieses Jahr vorgesehen.

In den Jahren 2007 bis 2009 war auch das Schulgebäude selbst in ein modernes Gymnasium umgebaut worden. Die Gesamtkosten für beide Bauabschnitte betrugen damals 11,2 Millionen Euro. Bund und Land unterstützen die Schulsanierung mit einer Förderquote von 75 Prozent.