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Radeberg

Neue Umgehungsstraße wird später fertig

Auf den Bautafeln steht noch 2020 für die Fertigstellung. Aber es gab Planänderungen.

Die Arbeiten an der Schnellstraße S 177 zwischen Radeberg und Leppersdorf gehen ohne Unterbrechung weiter. An der Brücke über den sogenannten Deponieteich wird derzeit gebaut. Die Wildbrücken im Hintergrund sind bereits fertig.
Die Arbeiten an der Schnellstraße S 177 zwischen Radeberg und Leppersdorf gehen ohne Unterbrechung weiter. An der Brücke über den sogenannten Deponieteich wird derzeit gebaut. Die Wildbrücken im Hintergrund sind bereits fertig. © René Meinig

Mehr als 50 Millionen Euro teuer, gut sechs Kilometer lang und eine Bauzeit von mehreren Jahren: Der Bau der Schnellstraße S 177 zwischen Radeberg und der A 4 ist das wichtigste Verkehrsprojekt im Rödertal. Besonders die Einwohner von Leppersdorf warten auf die Inbetriebnahme, da momentan der gesamte Verkehr durch ihren Ort rollt. Jetzt ist von einem neuen Übergabedatum die Rede. Die SZ nennt die Einzelheiten:

Weshalb wird am Abschnitt nördlich der A 4 noch nicht gearbeitet?

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Nördlich der Autobahn sollen wichtige Hochwasserbauwerke entstehen. Sie sind zum Schutz von Leppersdorf gedacht. Bei starkem Regen flossen große Mengen von dort die Kleine Röder hinunter und überfluten teile des Ortes. Außerdem sind nördlich der A 4 Teile der Autobahnauffahrt und ein Kreisverkehr geplant. Momentan passiert in dem Bereich aber noch nichts. „Für die hier befindlichen Hochwasserbauwerke ist die Ausschreibung noch nicht abgeschlossen, der Zuschlag soll bis Ende Januar erfolgen. Wir streben einen Baubeginn im Frühjahr 2020 an“, sagt Isabel Pfeiffer, Mitarbeiterin des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv).

© SZ Grafiik

Weshalb können fertiggestellte Brücken noch nicht genutzt werden?

Für Anwohner besonders ärgerlich: Sie müssen jetzt während der Bauarbeiten auf eine Behelfsstraße ausweichen, die an der fertigen Brücke vorbeiführt. Die Straße müsste lediglich angebunden werden, lauten die Hinweise von Leppersdorfern. Laut Isabel Pfeiffer ist eine spätere Anbindung bei der Konzipierung des Gesamtablaufes entschieden worden. Die Brücken der Straßen Richtung Wachau und Lichtenberg (siehe Skizze) sind nach Angaben des Lasuv der Auftragsgruppe „Ingenieurbauwerke“ zugeordnet, die Zufahrtsrampen dagegen den Baulosen „Erd- und Straßenbau“. Derzeit werden die Ingenieurbauwerke errichtet, anschließend kommt der eigentliche Straßenbau dran. Die Trennung ist in der Vergabeordnung vorgeschrieben. Diese Unterteilung hat auch den Vorteil, dass sich auch mittelständische Firmen um die Aufträge bewerben können.

Wann kann die Straße befahren werden?

Auf den Bautafeln, die entlang der Trasse stehen, ist Ende 2020 als Fertigstellungsdatum genannt. Dieser Termin kann nicht gehalten werden, das ist offensichtlich. Doch warum? Isabel Pfeiffer hat folgende Antwort: „Die Vergabe der Bauarbeiten konnte nicht zu den ursprünglich geplanten Terminen erfolgen. Daher sind wir mit dem Fertigstellungstermin ins Folgejahr also 2021 gegangen.“ Gründe für die schleppende Vergabe liegen ihren Angaben zufolge in einer Überarbeitung des Bauablaufes. „Es wurden einzelne Ausschreibungszeitpunkte nochmals besser aufeinander abgestimmt, um beispielsweise eine durchgängige Baufreiheit für die Firmen zu gewährleisten.“ Die derzeitige Angabe auf den Bautafeln stimmt also nicht mehr. „Eine entsprechende Änderung des Fertigstellungstermins auf der Bautafel wird veranlasst“, sagt sie zu. Allerdings gilt der Termin 2021 nur für den Erd- und Oberbau im Bereich südlich der Autobahn A 4. Das heißt, dass die Straße zwar weitgehend fertig ist, aber noch nicht genutzt werden kann. „Eine Teilfreigabe des Abschnitts südlich der A 4 ist in der aktuellen Planung bislang nicht vorgesehen. Die Gesamtfertigstellung ist für 2022 geplant, sofern alle Vergaben und der Bauablauf ohne Probleme verlaufen“, sagt Isabel Pfeiffer. Einmal fertig gestellt, wird die neue Staatsstraße die Bundesautobahn A 17 bei Pirna mit der A 4 verbinden und eine Gesamtlänge von rund 33 Kilometern haben. 17,5 Kilometer sind bereits befahrbar. Die Kosten allein für den Abschnitt Radeberg – Leppersdorf belaufen sich auf 53 Millionen Euro. Insgesamt kostet die Schnellstraße 228 Millionen Euro.

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