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Neue Versuchsanlagen im Kraftwerkslabor montiert

Auf drei neuen Versuchsständen sollen zukünftig Magnetlager getestet werden.

Von Mario Heinke

Die 13 Tonnen schwere Grundplatte hängt an vier Haken. Per Sprechfunk dirigiert ein Monteur den 50 Meter langen Ausleger des Autodrehkrans, der die schwere Stahlplatte langsam durch das geöffnete Dach hievt. Millimetergenau wird die Fracht in das vorbereitete Fundament im Zittauer Kraftwerkslabor eingefädelt. Die drei Meter mal fünf Meter große Platte ist genau genommen ein Maschinentisch für den neuen Magnetlagerversuchsstand auf dem weitere Komponenten montiert werden.

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Das eigens für die Aktion geöffnete Dach erhält an der stelle jetzt eine verschließbare Luke, damit auch in Zukunft Teile dieser Dimension in die Maschinenhalle gehoben werden können.

Damit wurde in der vergangenen Woche der Grundstein für die Montage von weiteren Versuchsständen im Projekt „Zittauer Kraftwerkslabor“ gelegt. Für die Stadtwerke Zittau nähert sich ein anspruchsvolles Bauvorhaben dem Ende. Die ehemalige Maschinenhalle in der Friedensstraße wurde zum Teil unter komplizierten Bedingungen Stück für Stück an die neuen Anforderungen der Hochschule angepasst. „Die Stadtwerke haben hier die Voraussetzungen für exzellente Forschungsbedingungen geschaffen“, so Prof. Frank Worlitz, Direktor des Instituts für Prozesstechnik, Prozessautomatisierung und Messtechnik. Neben dem Lehrgebäude Haus Z I ist dies die zweite Großbaustelle der Hochschule. In den kommenden Monaten werden die Montage- und Installationsarbeiten an der Infrastruktur und den Magnetlagerversuchsständen fortgeführt.

Ende Mai soll die Montage abgeschlossen sein und die Forschung beginnen. Magnetlager sollen konventionelle ölgeschmierte Gleitlager in Industriedampfturbinen ersetzen. Der Versuchsstand spielt dabei eine wichtige Rolle für die Weiterentwicklung dieser Technologie. Magnetlager sollen im Kraftwerkslabor unter verschärften Bedingungen, wie sie in Kraftwerken auftreten können, getestet werden. Die Hochschule arbeitet dabei eng mit der, Siemens AG zusammen. Am 5. März wird der Versuchsstand in die Betreiberverantwortung der Hochschule übergeben. Mit der Übergabe unterstützt Siemens die Stärkung der Fachkompetenz der Hochschule. Zukünftig werden davon insbesondere der Studiengang Energie- und Umwelttechnik sowie der neue Studiengang Automatisierung und Mechatronik profitieren, erklärt die Hochschule.