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Das neue Gesicht von Wacker

Die 36-jährige Caroline Scholz repräsentiert jetzt den größten Arbeitgeber der Region. An Nünchritz schätzt sie nicht nur die Nähe zur Elbe.

Caroline Scholz leitet seit dem 1. Juli die Standortkommunikation bei Wacker. Dafür pendelt sie jeden Tag rund 90 Kilometer die Elbe entlang.
Caroline Scholz leitet seit dem 1. Juli die Standortkommunikation bei Wacker. Dafür pendelt sie jeden Tag rund 90 Kilometer die Elbe entlang. © Schroeter

Nünchritz. Der Altkreis Riesa ist seit wenigen Wochen um eine Pendlerin reicher: Caroline Scholz fährt seit dem 1. Juli täglich mit Bahn und Rad von Dresden nach Nünchritz. Dort verantwortet die 36-Jährige mittlerweile die Standortkommunikation der Wacker Chemie AG – und hat damit die Nachfolge von Asta Tehnzen-Heinrich angetreten, die sich bereits Anfang des Jahres in den Ruhestand verabschiedet hat.

Caroline Scholz fungiert in ihrer neuen Funktion nicht nur als Bindeglied zwischen Öffentlichkeit und Unternehmen und ist damit Ansprechpartnerin für Anwohner und Presse, sondern zeichnet auch für die interne Kommunikation des Chemiefabrikanten verantwortlich. Zudem zählt die Organisation von Veranstaltungen zu ihrem Aufgabengebiet. Dabei hatte die 36-Jährige einst ganz andere Ideen.

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Nach einer Ausbildung zur Bankkauffrau in Nordrhein-Westfalen zog Caroline Scholz zum Studieren nach Dresden. Dort absolvierte sie ein Bachelorstudium im Fachbereich Spanisch und Germanistik. Nach mehreren Auslandsaufenthalten in den USA, Bulgarien und Mexiko zog es die gebürtige Westfälin weiter gen Osten nach Görlitz.

Dort absolvierte sie ihr Masterstudium Kultur und Management. Ihre Leidenschaft für die Unternehmenskommunikation entdeckte sie durch einen Studentenjob bei Siemens im Dampfturbinenwerk in Görlitz. „Dort habe ich gemerkt, dass mir Schreiben, Kommunizieren und Organisieren liegt“, sagt Scholz.

Blick auf das 130 Hektar große Werksgelände in Nünchritz.
Blick auf das 130 Hektar große Werksgelände in Nünchritz. ©  Sebastian Schultz

Anschließend ging es weiter zur BASF Schwarzheide GmbH, wo Caroline Scholz in der Öffentlichkeitsarbeit aktiv war und ihre ersten Erfahrungen in der chemischen Industrie sammelte. Darauf folgte eine Anstellung am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf.

Dort übernahm Scholz die Kommunikation zwischen Forschung und Wirtschaft. „In der Unternehmenskommunikation ist kein Tag wie der andere. Genau das macht es so spannend“, sagt die 36-Jährige über ihren Job. „Ich liebe es, dass ständig neue Herausforderungen auf mich warten – ab jetzt bei Wacker.“

Am Standort in Nünchritz hat sich Caroline Scholz mittlerweile auch schon gut eingelebt. „Die Kollegen haben mich alle sehr herzlich an meinem neuen Arbeitsplatz empfangen“, berichtet sie. Dennoch birgt das 130 Hektar große Werksgelände mit seinen rund 1 500 Mitarbeitern anfangs natürlich einige Überraschungen. „Am Standort Nünchritz fasziniert mich am meisten, dass die Produktionsanlagen ein Verbundsystem bilden, das für eine maximale Verwertung von Nebenprodukten und das Recycling von Hilfsstoffen sorgt“, sagt Caroline Scholz. „Das kannte ich vorher in dieser Weise noch nicht.“

Was der Wahl-Dresdnerin von ihrem Wohnort aber bereits vertraut sein dürfte, ist die Nähe zur Elbe. Mit der kann auch die Gemeinde Nünchritz bei der 36-Jährigen punkten. „Ich liebe Radfahren und Paddeln, beides ist hier sehr gut möglich“, so Scholz. „Die schönen Wanderwege in der Gegend reizen mich ebenfalls, weil sie nicht so überlaufen sind.“ Und wenn es dann doch mal etwas weniger sportlich zugehen soll, widmet sich Caroline Scholz den Gemüsebeeten in ihrem Garten.

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