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Neue Wohnungen für junge Familien

Der Leerstand in den Wohnungen sinkt. Das merkt auch der Großvermieter Glückauf. Und investiert 14,5 Millionen Euro.

Von Annechristin Kleppisch

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Immer mehr Menschen ziehen nach Dresden. Die Stadt ist Geburtenhauptstadt, deutschlandweit. Das merken auch die Vermieter. Der Leerstand sinkt kontinuierlich. Auch bei der Wohnungsgenossenschaft (WGS) Glückauf Süd. Im vergangenen Jahr standen nur 2,7 Prozent der Wohnungen leer. In diesem Jahr soll der Wert weiter fallen. Prognostiziert sind 2,1 Prozent. Der Großvermieter im Dresdner Süden verwaltet in den Ortsantsgebieten Prohlis und Plauen 13 150 Mietwohnungen, 98 Gewerbeeinheiten sowie über 3 750 Garagen und Stellplätze. Nicht nur in den eigenen Bestand soll investiert werden, sondern auch in neue Wohnungen. Nachdem 2013 das Seniorenwohnhaus an der Kohlenstraße fertig wurde, soll nun an der Liebigstraße gebaut werden. Insgesamt investiert die WGS 14,5 Millionen Euro.

Vorhaben 1: Platz fürneun Familien in der Südvorstadt

Im März soll der Bau des neuen Wohnhauses an der Liebigstraße 10 beginnen. Dort wurden bereits die Garagen abgerissen. Im Frühjahr 2015 sollen die ersten Mieter einziehen. Für 2,2 Millionen Euro sind neun Drei- und Vierzimmerwohnungen zwischen 80 und 140 Quadratmetern geplant. „Vor allem große Wohnungen sind wieder gefragt“, sagt WGS-Vorstand Olaf Brandenburg. Schon jetzt haben sich mehr interessierte Familien gemeldet, als Platz im Neubau ist. „Wir werden daher sukzessive weitere Wohnhäuser bauen“, sagt er. Wo, sagt er nicht. „Das ist aber immer nur ergänzend zu unserem Bestand.“

Vorhaben 2: Mehr Wohnkomfortdurch Balkone und Aufzüge

Mehr als für den Neubau investiert die WGS in ihren Bestand. Die über 14 000 Mitglieder sollen schließlich genauso modern wohnen, wie die, die neu einziehen. 4,2 Millionen Euro sollen daher verbaut werden. Unter anderem werden davon neue Balkons bezahlt. Das betrifft 60 Wohnungen, die bisher noch keinen Austritt ins Freie haben. Gebaut wird an der Kurt-Frölich-Straße 6 bis 6a sowie 14 und 16, an der Teplitzer Straße 52, an der Bernhardstraße 7 bis 7b und 27 bis 27a sowie an der Regensburger Straße 13 bis 15. Zudem investiert die WGS weiter in neue Aufzuganlagen. Die waren schon in den vergangenen Jahren ein großer Posten im Finanzplan. 2014 wird an drei Hauseingängen ein Aufzug montiert. Die Wohnungen dort sind in Privateigentum. Bevor die Arbeiten beginnen können, sind erhebliche Abstimmungen mit den Eigentümern nötig. Die sind schließlich an den Kosten beteiligt. Gebaut wird jetzt an der A.-Schubert-Straße 17, der Martin-Andersen-Nexö-Straße 2 und 6.

Vorhaben 3: Schicke Fassaden,die beim Sparen helfen

Weitere 3,5 Millionen Euro sind für die Instandsetzungen vorgesehen. Fassaden werden erneuert und die Isolation verbessert, Treppenhäuser werden schöner und alte Leitungen ausgetauscht. Der größte Kostenfaktor ist in diesem Zusammenhang die Modernisierung von leeren Wohnungen. Bevor der nächste Mieter kommt, werden die auf den neuesten Stand gebracht. Und das lohnt sich. Inzwischen sind selbst in Prohlis Wohnungen knapp. Die Nachfrage ist groß, vor allem nach großen Einheiten mit mehr als zwei Zimmern.

Vorhaben 4: Günstige Mietenin allen Stadtteilen

Die Durchschnittsmiete der WGS liegt unter dem Dresdenschnitt von 6,50 Euro. So zahlen WGS-Mitglieder im Schnitt 4,88 Euro je Quadratmeter. Das sind zwei Cent weniger als noch im Vorjahr. Wer einen neuen Mietvertrag für eine modernisierte Wohnung abschließt, zahlt im Durchschnitt 5,72 Euro pro Quadratmeter. Auch das ist günstig. Gefragt sind die Wohnungen auch aus einem anderen Aspekt heraus. 2013 hat der Großvermieter 60 Wohnungen aus dem Bestand heraus verkauft. Die WGS verwaltet derzeit 1 600 Eigentumswohnungen, viele davon sind in Häusern, in denen die WGS auch selbst Besitzer ist. „Auch in diesem Jahr wollen wir die Verkäufe fortsetzen“, sagt Vorstand Olaf Brandenburg. Gefragt seien vor allem Standorte nahe der Innenstadt und in der Südvorstadt.