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Neuer Anlauf beim Radweg nach Prösen

Schon lange warten die Anwohner auf den Bau der Strecke. Nun scheint es, als komme Bewegung in das Projekt.

Von Eric Weser

Die Strecke an sich ist kurz, aber die Vorgeschichte ist gefühlsmäßig ellenlang. Gemeint ist der Radweg zwischen Gröditz und dem brandenburgischen Nachbarort Prösen. Gerade ein Kilometer trennt die beiden Ortsränder. Und eigentlich sollte sich neben der Bundesstraße 169 längst ein Streifen finden, auf dem Schüler, Pendler und alle anderen, die auf dem Rad zwischen den Orten verkehren, sicher ans Ziel kommen. Aber noch immer muss auf die B 169 ausweichen, wer hier radeln will.

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Nun schien es, als rücke ein Baubeginn in greifbare Nähe. Im Technischen Ausschuss informierte Bürgermeister Jochen Reinicke (parteilos) vergangene Woche darüber, dass im nächsten Jahr gebaut werden könnte. „Die Planungen sollen auf jeden Fall dieses Jahr abgeschlossen werden“, sagte der Rathauschef.

Geplant worden war an dem Weg indes schon mal: Vor drei Jahren ließ Gröditz eine Variante erarbeiten. Im Juli 2011 hieß es, mit dem Bau könne 2012 begonnen werden. Doch dazu kam es nicht.

Inzwischen hat die Meißner Niederlassung des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) die Fäden bei dem Projekt in der Hand. Auf die Gröditzer Entwürfe baut das Lasuv zwar auf, doch noch immer sei man „am Anfang der Planung“, teilt die Behörde auf Anfrage der Sächsischen Zeitung mit.

Allen Hoffnungen auf einen baldigen Baustart erteilt Klaus-Peter Lechler in seiner Antwort zudem einen Dämpfer. Denn der Leiter der Meißner Lasuv-Niederlassung hält eine Realisierung des Projektes im Jahr 2015 für „ausgeschlossen“.

Der Grund: „Bevor an die Umsetzung gedacht werden kann, ist im weiteren Verlauf der Planung die baurechtliche Genehmigungsfähigkeit zu klären.“ Aber auch andere Hindernisse müssten noch beseitigt werden. Flächen, über die der Weg führen soll, müssen zum Beispiel noch den Besitzer wechseln. Keine guten Nachrichten für die Pendler, die zwischen den Orten mit dem Rad fahren. Sie müssen vorerst weiterhin auf die Bundesstraße ausweichen.