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Hoyerswerda

Neuer Anstrich für Verkehrswacht-Wagen

Hoyerswerdas Verkehrswacht renoviert den Bauwagen, mit dem vor knapp 30 Jahren die Arbeit begonnen hat. Gesucht werden dafür Unterstützer.

Am Montag begannen die Arbeiten in der Niederkirchnerstraße.
Am Montag begannen die Arbeiten in der Niederkirchnerstraße. © Foto: Hagen Linke

Hoyerswerda. Man sieht dem Wagen an, dass er schon ein paar Jahrzehnte auf dem Buckel hat: Noch sind die Konturen des Schriftzuges „Landkreis Hoyerswerda“ zu erkennen. Aufgeklebt wurde er in den frühen 90er-Jahren. Und da war der Bauwagen schon nicht mehr neu. „Das war unser Anfang in der mobilen Verkehrserziehung“, erzählt Hans-Jürgen Hahn, Ehrenvorsitzender der Verkehrswacht Hoyerswerda. Im Mai 1990 wurde der Verein gegründet. Hahn, der fast 30 Jahre bei der Verkehrspolizei und später im Straßenverkehrsamt arbeitete, weiß noch gut, wie es damals mit der Spende des Wohnungsbaukombinates Cottbus vorwärtsging. „Wir haben ihn uns als fahrendes Klassenzimmer eingerichtet.“ Tafel und Sitzgruppe sind noch immer eingebaut, im anderen Wagenteil war Platz für Fahrräder. Mit einer Zugmaschine wurde der Wagen zu den Grundschulen der Region gebracht. Verkehrserziehung mit einfachen Mitteln: Ein paar Pfähle in die Erde, rot-weißes Flatterband gespannt, schon war der Parcours fertig. „Wir haben uns was einfallen lassen“, erinnert sich der 79-Jährige. „Es ging ja nicht anders.“

Wenig später wurde der Bauwagen durch einen gesponserten Ikarus-Bus ersetzt, heute ist der Verein mit einem modernen Kleintransporter unterwegs. Doch der Großteil der Arbeit wird in der Käthe-Niederkirchner-Straße 24 geleistet. Hier konnte nach langer Suche 2007 der Verkehrspark eröffnet werden. Der alte Bauwagen mit den Ampel-Farben Rot und Grün dient als Aufenthaltsraum und ist ein Blickfang für Passanten – auch wenn der Zahn der Zeit an der Außenhaut nagt. „Das ist unsere Historie. Die möchte ich nicht missen“, sagt Hans-Jürgen Hahn. Aber in dem Zustand soll der Wagen nicht bleiben. Der Verein hat entschieden, ihm einen neuen Anstrich zu geben. Gestern wurde mit Heißluftpistole und Spachtel begonnen, die alte Beschriftung zu entfernen. Mit einer Anlauger-Lösung soll dann der Lack runter. Später in der Garage wird der Wagen sein neues Aussehen bekommen. Eine vierstellige Summe wird die Neugestaltung kosten. Hans-Jürgen Hahn erinnert sich, wie schnell und unkompliziert Firmen vor knapp 30 Jahren geholfen haben. Vielleicht ist das ja wieder möglich. So wird jetzt zum Beispiel ein Gerüst oder eine bewegliche Bühne gesucht, um alle vorbereitenden Arbeiten erledigen zu können. Die Sponsoren-Namen, die damals geholfen haben, bleiben auf dem Wagen. Und Platz für ein paar weitere Namen ist auch.

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