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Neuer Asphalt für Zeithains Buckelpisten

Die Prioritätenliste für die Beseitigung der Winterschäden ist verabschiedet. Die SZ erklärt, wo in den nächsten Monaten gebaut wird.

Von Antje Steglich

Die Gemeinde setzt jetzt dort an, wo sie eigentlich schon vor einem Jahr loslegen wollte. Doch das Juni-Hochwasser hatte die Pläne zur Beseitigung der Winterschäden vorerst gestoppt. Nun hat der Technische Ausschuss am Dienstagabend erneut eine Prioritätenliste verabschiedet, 125 000 Euro galt es, zu verteilen. 75 Prozent davon schießt der Freistaat Sachsen aus seinem Sonderprogramm für Winterschäden zu. Noch in diesen Tagen will sich Zeithains Bauamtsleiter Holger Koßwig mit den Planern zusammensetzen, um die Ausschreibungen vorzubereiten und „zeitnah“ die Arbeiten vergeben zu können.

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In Kreinitz, Jacobsthal, Bobersen, Röderau und Zeithain wird gebaut

Einige Straßen, die noch 2013 auf der Prioritätenliste standen, wurden durch die Juniflut geschädigt und werden deshalb nun mit Geld aus dem Wiederaufbaufonds saniert – zum Beispiel die alte Zufahrt nach Kreinitz, die Straße nach Cottewitz oder Am Pfarrlehn in Promnitz, so Holger Koßwig. „Wir sollten das Geld für die Winterschäden aber nutzen, um Straßenabschnitte vollständig zu sanieren“, sagte er mit Blick auf mögliche Synergien beider Förderprogramme. So werden zum Beispiel Teile der Jacobsthaler Straße nach Kreinitz über den Fluthilfefonds saniert, Teile, die nicht unter Wasser gestanden haben über das Winterschadensprogramm. Zudem habe in Kreinitz auch die Straße zur Schäferei gelitten, die Mittelnaht soll hier aufgeschnitten und neu vergossen werden, so Koßwig. Die Kostenschätzung für die Kreinitzer Projekte liegt bei gut 6 000 Euro.

In den Teil vom Mühlenweg in Bobersen, der nicht vom Hochwasser betroffen war, sollen etwa 20 000 Euro für eine neue Asphaltdecke investiert werden. Der Rest der Straße wird ebenfalls über den Fluthilfefonds saniert.

In Röderau brennen dem Bauamtsleiter die Straße Am Bogendreieck und der Heideweg unter den Nägeln. Das Bitumen ist porös, an vielen Stellen kommt schon das alte Pflaster durch, das Bankett ist zerfahren. Knapp 32 000 Euro sollen hier für eine neue Asphaltdecke eingesetzt werden.

Eher präventiv ist laut Holger Koßwig die Maßnahme an der Verbindungsstraße zwischen dem Dorf Jacobsthal und Jacobsthal Bahnhof. Die Mittelnaht ist hier aufgeplatzt, „wenn wir hier Mittel einsetzen, haben wir wieder ein Stück Ruhe“, so Koßwig. 27 000 Euro sind dafür geplant. Ähnlich sieht es auch bei der Straße zur Bundeswehr in Zeithain aus. 26 000 Euro sollen helfen, die einzelnen Schadstellen zu erneuern. „Solch große Straßen müssen wir schützen“, so Koßwig.

Viele kleine Projekte in Zeithain, Bobersen und Röderau

Noch mal etwa 14 000 Euro sollen in die Instandsetzung kleiner Schadstellen fließen. So sollen zum Beispiel lockere Steine an der Lessaer Straße in Bobersen ersetzt werden, der Gehweg an der Moritzer Straße muss erneuert und die Risse an der Neudorfer Straße in Zeithain müssen geschlossen werden. An der Teichstraße in Zeithain sollen die Brandflecken und in Röderau ebenfalls diverse Straßenrisse verschwinden.

Übrig bleibt eine lange und teure Wunschliste

Die Gemeindeverwaltung würde gern noch viel mehr Straßenbauprojekte angehen, doch dafür ist kein Geld da, sagte Holger Koßwig. Auf der Wunschliste für Instandsetzungen stehen bereits die Straße hinter dem Neuzeithof, der Sternplatz und die Moritzer Straße, die Straße zum Ehrenhain, ein Teil der Ernst-Thälmann-Straße und die Lichtenseer Straße in Zeithain sowie die Lindenallee in Bobersen. Zudem seien nach den Arbeiten des Abwasserzweckverbandes in Neudorf auch Maßnahmen an der Wasserturmstraße nötig. Alles in allem wären das knapp 400 000 Euro.