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Neuer Blitzer in Radebeul

Die Säule auf der Meißner Straße, nahe der Stadtgrenze zu Dresden, steht kurz vor der Scharfschaltung. Die Stadt arbeitet beim Überwachen mit Jenoptik.

Die neue Blitzersäule steht jetzt an der Meißner Straße, Forststraße in Radebeul-Ost. Noch ist die Verpackungsfolie drum.
Die neue Blitzersäule steht jetzt an der Meißner Straße, Forststraße in Radebeul-Ost. Noch ist die Verpackungsfolie drum. © Norbert Millauer

Radebeul. Viele haben die neue Säule längst erwartet. Jetzt steht sie nahe der Kreuzung Forststraße. Autofahrer von Meißen über Coswig und Radebeul sowieso kommen hier lang. Das Problem in den letzten Jahren: An dieser Kreuzung, mit der Straßenbahnhaltestelle, versuchten immer wieder unvernünftige Kraftfahrer, an der Straßenbahn vorbei zu überholen.

Mehrfach kam es zu schweren Unfällen - beispielsweise mit Fußgängern, die vor der Straßenbahn über die Meißner Straße wollten, oder auch mit Radfahrern. Deshalb gab es nicht nur aus der Verwaltung und der Verkehrsbehörde die Forderung nach mehr Überwachung, sondern auch von Bürgern im Radebeuler Verkehrsrat.

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Seit drei Jahren wird darüber diskutiert. Jetzt ist es so weit. Die Säule steht. Allerdings noch in schwarze Folie eingehüllt. Nicht wenige Autofahrer haben das weit über Mannshöhe aufragende Teil bereits bemerkt. Die Vorbereitungen für den Anschluss der Säule gab es schon in den letzten Wochen. Die Kabel lagen parat. Ein Zähler und der Stromkasten sind installiert.

Am Dienstag passiert was

Ingolf Zill, Leiter der Radebeuler Verkehrsbehörde: "Die bisherige Ansage der Firma Jenoptik, von der wir die Säule bekommen, heißt direkter Anschluss am nächsten Dienstag, den 24. März." Dann, so Zill, solle in der Säule auch die eigentlich Blitztechnik eingebaut werden. Dies sei eine der neuesten Generation. Das Besondere daran - beim Blitzen können ab nächste Woche mehrere Spuren erfasst werden.

Bisher sei das nicht möglich gewesen, sondern lediglich die eine Spur auf der rechten Seite der Fahrbahn. Das ermögliche nun auch, die wirklichen Raser zu erwischen. Gemessen werde generell in Fahrtrichtung Dresden. Genau so wie auch die bislang höchste Gefährdung besteht. Und, so Zill, künftig wird es auch teurer. Sobald die neue Bundesrichtlinie gilt, gibt es schon ab 21 km/h zu viel einen Flensburg-Punkt, vorher waren das 25 km/h.

Die Stadt Radebeul selbst verdient an dem Blitzen mit dieser Säule auch mehr als bisher. Jenoptik hat in der Stadt weitere Säulen an der Waldstraße in Ost (zwei Geräte in jede Fahrtrichtung), auf der Meißner Straße in West und vor der Evangelischen Schule in der Wilhelm-Eichler-Straße stehen. Dafür muss sie netto 5,20 Euro je Blitzstraße an Jenoptik abgeben - quasi als Miete. 

Stadt muss weniger abgeben

Für die neue Blitzersäule sind das jetzt nur noch 3,15 Euro netto. Das Geld fließt in die Stadtkasse und kann von dort für ganz Radebeul eingesetzt werden. Bislang spielten die Blitzer zwischen 700.000 Euro und einer Million ein (samt Parkknöllchen). Also: Ab nächsten Dienstag aufpassen in Ost und sinnig fahren.

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