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Neuer Caravanplatz öffnet in der Sächsischen Schweiz

Vor einem Jahr stand auf der Fläche noch ein Flachbau. Jetzt müssen die Camper den Platz nur noch finden.

Von Heike Wendt

Wer eine Weile nicht am Kirchberg in Struppen vorbeigekommen ist, wird seinen Augen kaum trauen. Neben der ehemaligen Alberthöhe, einst beste Ausflugs- und Tanzadresse, hat ein neuer Caravanstellplatz eröffnet. Das einstige Lokal und spätere Ferienheim stand jahrelang zum Verkauf. Im vorigen Jahr hatte Markus Guhr die Immobilie mit konkreten Vorstellungen erworben.

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„Über Ostern haben wir die ersten Gäste begrüßen können“, sagt Betreiber. Pünktlich zum Saisonstart war alles für die Camper vorbereitet. Der Flachbau, zuletzt als Aussiedlerheim genutzt, war schon im vorigen Jahr abgerissen worden. Auf der Fläche sind 30 Stellplätze entstanden. An der Sanitäranlage lässt sich Trinkwasser zapfen und Abwasser entsorgen. Sogar der Rasen hat es geschafft, Grün auf die Schotterfläche zu zaubern.

Zwischen den einzelnen Stellplätzen ist eine befestigte Fläche zum Befahren hergerichtet. „Die Gäste genießen die Aussicht“, freut sich der Betreiber. Denn wer hier am Ortsrand von Struppen campiert, ist schon mittendrin in der Sächsischen Schweiz. Die Festung Königstein, der Lilienstein und die Bärensteine sind in Reichweite, bei guter Sicht lassen sich zahlreiche weitere Wander- und Kletterfelsen des Elbsandsteingebirges ausmachen.

Im Moment ist der Campingplatz noch ein Geheimtipp. „Wir müssen uns erst mal in den gängigen Adressführern eintragen“, sagt der Campingplatzchef. Flatterfahnen sollen künftig zusätzlich auf den Standort aufmerksam machen. Vor der Konkurrenz aus der näheren Umgebung muss sich der neue Caravanplatz nicht verstecken. 13 Euro pro Tag kostet der Stellplatz einschließlich aller Personen sowie Müll- und weiterer Entsorgung. Der Blick in die Landschaft ist gratis.

Struppens Anwohner wissen den Bezug zu dem früheren Prunkstück der Gemeinde zu schätzen. Den Namen Alberthöhe hat Markus Guhr bewusst in sein neues Unternehmen einbezogen. „Das finde ich richtig gut“, sagt Anwohnerin Heidi Schweizer. Immerhin habe das Haus eine lange Tradition. Schade sei jedoch, dass heute kaum noch einer zu Tanzveranstaltungen aus dem Haus geht. Daher sei es besonders schön, wenn wenigstens auf diese Weise der Name weiterlebt.

Das mehrstöckige Gebäude war einst eine gefragte Adresse der Gemeinde. Im Saal, der als größter und schönster Saal der Umgebung galt, wurden nach der Eröffnung vor 115 Jahren große Feste gefeiert. Der damalige Besitzer Anton Liebscher warb für seine Gaststätte mit einem Turm, von dem man eine herrliche Aussicht auf die ganze Sächsische Schweiz hat. Später wurde das Anwesen in Panoramahöhe umbenannt. Danach war es Ferienheim und Kinderferienlager. Bis 2006 waren Aussiedler untergebracht. Seitdem stand das Haus leer.

Was aus dem mehrstöckigen Gebäude wird, steht noch nicht ganz fest. Erst einmal hat Markus Guhr die große Freifläche in ein Schmuckstück verwandelt. Am Gebäude sind zunächst Sicherungsmaßnahmen durchgeführt worden, um einen weiteren Verfall zu stoppen.