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Neuer Clubpräsident ruft das „Jahr der Frauen“ aus

Die Lions Clubs und der Rotary Club haben ab 1. Juli andere Gesichter an der Spitze.

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Von Jenny Thümmler

Der 1. Juli ist für Mitglieder von Lions und Rotary Clubs ein wichtiges Datum. Dann beginnt die Amtszeit für die neuen Präsidenten. Folglich wurden sie in den vergangenen Tagen jeweils feierlich ins Amt eingeführt. Neues Oberhaupt des Rotary Clubs Görlitz ist Siegfried Hoche, Ratsarchivar der Stadt Görlitz. Er hat das „Jahr der Frauen“ ausgerufen. „Wir sind ein offener Club, was Religion, politische Anschauung und eben auch Geschlecht angeht. Und als einer der ersten Rotary Clubs, die überhaupt Frauen aufgenommen haben, möchte ich in diesem Jahr besonders darauf achten.“ Frauen, die im Berufsleben stehen, Kommunikatoren sind und etwas bewegen, sind vom Club gesucht. Zudem soll das breite Spektrum der Berufsstände erhalten bleiben. „Wir wollen kein Ärzte- oder Unternehmerclub sein“, so Siegfried Hoche.

Siegfried Hoche
Siegfried Hoche
Frank Schacher
Frank Schacher

Zudem ist dem neuen Präsidenten die Jugend wichtig. Finanzielle Hilfen, wie sie Förderschulzentrum, Camaleón und Chor des Augustums seit Jahren bekommen, sind für den neuen Präsidenten nur das eine. Das andere ist der Austausch unter der Jugend. Gemeinsam mit dem Rotary Club Dreiländereck aus Zittau und dem Kloster St. Marienthal sollen Begegnungsveranstaltungen mit deutschen, polnischen und tschechischen Jugendlichen organisiert werden. Hoche will die Kontakte zu den Rotariern der Görlitzer Partnerstädte aktivieren. Und den weltweiten Jugendaustausch pflegen, den die Rotary Clubs seit Jahren betreiben und der nicht nur Rotarier-Kindern offensteht. In Görlitz haben schon mehrfach Schüler aus Mexiko, Kanada oder den USA einige Monate verbracht.

Beim Lions Club Görlitz ist Kontinuität das große Schlagwort. Friedrich Albrecht hängt ein weiteres Jahr an seine Amtszeit und bleibt Präsident. Es waren rein praktische Überlegungen zu diesem unüblichen Schritt, wie der Rektor der Hochschule Zittau/Görlitz sagt. Er sei gerade gut eingearbeitet. Und so kann er im Frühjahr auch die öffentliche Diskussionsrunde zum Thema Fachkräftemangel und Arbeitsmigration in der Region durchführen, die eigentlich schon für die erste Amtszeit geplant war. Das Motto des neuen Lionsjahres ist „Gemeinschaft leben, Gemeinwesen stärken“, sagt er. „Mir geht es darum, einen anderen Akzent zu setzen als im vergangenen Lionsjahr, das von dem Fachthema Beruf und Berufsbildung geprägt war.“ Der Club will Projekte und Initiativen zu bürgerschaftlichem Engagement in der Europastadt fördern. „Gewichtigste Maßnahme ist wieder der Löwenpreis, der unter dieser Themenstellung ausgeschrieben wird.“ Ein Höhepunkt werde die Gründung des Görlitzer Leo-Clubs, ein Club der Jugendorganisation von Lions International.

Dem Lions Club Görlitz/Zgorzelec steht nun Immobilien- und Versicherungsmakler Frank Schacher vor. Über seine Ziele will er erst den Vorstand informieren, spricht aber schon von zahlreichen Ideen.