merken
PLUS

Neuer Kreisverkehr wird vor Weihnachten freigegeben

Fußgänger können die Brücke am Mühlgässchen schon ab Montag passieren. Aber noch ist längst nicht alles geschafft.

Von Thomas Möckel

Der Nikolaus bescherte Sebnitz gestern ein ganz besonderes Geschenk, das allerdings in keinen Stiefel passte: Heißen, schwarzen Asphalt für den neuen Kreisverkehr an der Kreuzung Neustädter Straße/Neustädter Weg/Mühlgässchen. Nahezu im letzten Moment vor einem bevorstehenden Wintereinbruch gelang es den Bauleuten, die Deckschicht aufzutragen. Der finale Belag ist erforderlich, damit der Verkehr wieder über die Trasse rollen kann. Auch dieser von der Stadt langgehegte Wunsch soll sich bald erfüllen.

Augusto
Leben und Genuss
Leben und Genuss

Für Genießer genau das Richtige! Leckere Ideen, Lebensart, Tradition und Trends gibt es in der Themenwelt Augusto.

Noch vor Weihnachten, so die Pläne des Rathauses, wird der Knotenpunkt am neuen Kreisel für den Verkehr freigegeben. Neustädter Straße und Neustädter Weg sind dann nach rund neunmonatiger Bauzeit erstmals wieder durchgängig befahrbar.

Für Fußgänger wird derzeit größte Baustelle in Sebnitz schon eher durchlässiger. Die Gehwege entlang der Neustädter Straße und des Neustädter Weges sind ab 9. Dezember wieder durchgängig begehbar. Selbst die Passage über die neue Hirschbrücke über die Sebnitz ist möglich – vorerst allerdings nur auf einem provisorischen Pfad auf der Seite, wo die neue Trafostation steht. Der richtige Fußweg in Richtung Mühlgässchen muss erst noch gebaut werden.

Für den Autoverkehr hingegen bleibt die Brücke weiterhin gesperrt – voraussichtlich bis zum Frühjahr 2014. So lange wird es möglicherweise dauern, das große Bauprojekt zu vollenden. Denn noch längst ist nicht alles geschafft.

Nach ursprünglichen Plänen sollte das Vorhaben spätestens Ende 2013 abgeschlossen sein. Der Schaden an der Brücke sowie an den angrenzenden Bereichen rührt noch vom Augusthochwasser 2010 her, und es war ausgerechnet wieder Wasser, was die Arbeiten nicht nur einmal zurückwarf. Am schlimmsten traf es die Baustelle im Juni dieses Jahres. Die auf einen Pegel von etwa 1,70 Meter gestiegene Sebnitz flutete das Areal. Der Bach zerstörte Anlagen, die die Bauarbeiter eigentlich errichtet hatten, um Wasser von der Baustelle fernzuhalten. Ferner spülte die Sebnitz das Sohlpflaster aus dem Bachbett sowie Füllungen weg und legte Kabeltrassen wieder frei. Bereits fertige Vormauern kippten um, am Fischer-Art-Haus rutschten Teile der unterspülten Straße ins Bachbett. Insgesamt waren die Schäden derart immens, dass die Bauleute mächtig in Verzug gerieren. Laut Oberbürgermeister Mike Ruckh (CDU) liegen die Arbeiten etwa vier bis sechs Wochen hinter dem ursprünglichen Zeitplan zurück. Je nachdem, wie der Winter wird, lässt sich das Projekt frühstens im Frühjahr kommenden Jahres fertigstellen.

Wegen des unerwarteten Wassereinbruchs erhöhten sich auch die Kosten für das Vorhaben. Sie liegen nun voraussichtlich bei rund 790 000 Euro, etwa 699 000 Euro davon stammen aus Fördermitteln. Die Differenz muss die Stadt als Eigenanteil beisteuern.

Das Bauprojekt ist so teuer, weil die Flut 2010 die Brücke mit voller Wucht traf, sie aus den Angeln hob und irreparabel beschädigte. Daraus resultierte ein vollständiger Brücken-Neubau nebst eines komplett umgestalteten Kreuzungsbereiches.