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Dresden

Neuer Preis, neuer Strauß, neue Perspektive

Auf Schloss Albrechtsberg wurde am Sonnabend der Kunstpreis der Stadt Dresden verliehen. Neben viel Lob fand der OB auch kritische Worte.

Marcel Beyer (l.) erhielt den Kunstpreis 2019 aus den Händen von Oberbürgermeister Dirk Hilbert.
Marcel Beyer (l.) erhielt den Kunstpreis 2019 aus den Händen von Oberbürgermeister Dirk Hilbert. © Christian Juppe

Dresden ist offen für das Neue. Und wie! In jeder Hinsicht. Nur so konnte man die diesjährige feierliche Vergabe des Kunstpreises der Stadt Dresden am Sonnabend auf Schloss Albrechtsberg interpretieren.

Zwar wird der Preis bereits seit 1993 jährlich verliehen, doch diesmal wurde auffällig großen Wert auf frischen Wind gelegt: Ein neuer Blumenstrauß für die Geehrten, ganz in Gelb und mit dem prägnanten Namen "Dresden-Strauß", mag ein Detail sein, aber eines mit Symbolkraft.

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Gleiches gilt für den neuen Preis selbst, der einem dicken Buch nachempfunden ist und den passenden Titel "Vom Bohren dicker Bretter" trägt.

Schließlich durften in diesem Jahr auch erstmals die Dresdner Bürgerinnen und Bürger Vorschläge einreichen, wer denn ihrer Ansicht nach den Kunstpreise besonders verdient habe. 29 Kandidaten kamen zusammen. 

Die Jury entschied sich für den Schriftsteller Marcel Beyer. Der 53-Jährige, der seit 1996 in Dresden lebt, gilt als einer der profiliertesten deutschen Autoren der Gegenwart und wurde bereits in den vergangenen Jahren mit Preisen überhäuft. 

Besonders mit seinem Roman "Kaltenburg" habe er Dresden auf besondere Weise ein literarisches Denkmal gesetzt, hieß es in der Begründung. Nach Volker Braun und Thomas Rosenlöcher wurde damit zum dritten Mal ein Schriftsteller geehrt.

Bevor aber am Sonnabend auf Schloss Albrechtsberg Lob und Danksagungen ausgetauscht wurden, trat Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) ans Pult. Er freute sich über den gut gefüllten goldenen Festsaal im Schloss, hätte sich aber noch mehr Präsens von Kulturschaffenden gewünscht, wie er betonte.

Die Förderpreise 2019, erstmalig waren es zwei, gingen an den Dirigenten Olaf Katzer und die Galerie Ursula Walter. Letztere bezeichnete Hilbert als einen der wichtigsten Ausstellungsorte für zeitgenössische Kunst in Dresden.

Katzer wiederum, seit 2011 Dirigent des Dresdner Kammerchores, war vor allem durch das Wirken des von ihm gegründeten Ensembles Auditivvokal ins Blickfeld der Jury gerückt.

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