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Neuer Radebeul-Film schon von 12.000 gesehen

„Schönes Radebeul - Kauf lokal!“ ist erst seit vier Tagen im Netz – und die Reaktionen freuen die Beteiligten.

Das Video zeigt stellvertretend für alle Händler und Gewerbetreibende, denen nach den Corona-Auswirkungen geholfen werden soll. Gabriele Förster und Peter Pförtsch schauen sich das Video vor ihren Geschäften in der Bahnhofstraße an.
Das Video zeigt stellvertretend für alle Händler und Gewerbetreibende, denen nach den Corona-Auswirkungen geholfen werden soll. Gabriele Förster und Peter Pförtsch schauen sich das Video vor ihren Geschäften in der Bahnhofstraße an. © Arvid Müller

Radebeul. Das ist so cool, dass ich die alle kenne – den Fußballtrainer, die Bäckersfrau, die Buchhändlerin. Solche und viele andere Rückmeldungen bekommt Daniela Bollmann geschrieben. Die Frau ist Amtsleiterin im Radebeuler Rathaus und gehörte mit Wirtschaftsförderin Gabriele Bäßler und Pressesprecherin Ute Leder zum Team, die gemeinsam mit Video-Experten des Dresdner Druck- und Verlagshauses, wozu die SZ gehört, den neuesten Film über Radebeul gedreht haben.

„Schönes Radebeul – Kauf lokal!“ heißt der gut zwei Minuten lange Streifen. Die Idee dahinter: Mit den sich wieder ergebenden Öffnungen in der Corona-Zeit, die Händler und Gewerbetreibenden vor Ort zu unterstützen und überhaupt alle Einheimischen auf das Gute und Schöne, was so nahe liegt, aufmerksam zu machen.

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Seit fünf Tagen ist der Film auch auf Youtube im Netz (siehe Zugang am Ende des Artikels). Über 12.000 Menschen haben ihn sich inzwischen angesehen. 267 Mal ist das Video geteilt worden. Fast zwei Dutzend Kommentare stehen bisher daneben. „Bin so froh, hier zu Hause zu sein“, schreibt Silvana Keiper. „Das war mal mein Zuhause“, sagen Ines Treuber-Schulte aus Hessen und Regina Hornuf aus Dessau mit einer Träne im Smiley. Und Katharina Walter schreibt: „Ein toller Film. Schade nur, dass Karl May offenbar keinen Platz in diesem Film hat.“

Bei Dreharbeiten Anfang Juni in Radebeul-Ost. Drei Drehtage gab es in der Stadt, mindestens drei weitere am Bildschirm zum Schneiden. Das Team war an 30 Orten in Radebeul.
Bei Dreharbeiten Anfang Juni in Radebeul-Ost. Drei Drehtage gab es in der Stadt, mindestens drei weitere am Bildschirm zum Schneiden. Das Team war an 30 Orten in Radebeul. © Maximilian Helm

War auch diesmal nicht als Karl-May-Werbung, sondern eben als Hilfe für den Handel gedacht. DDV Lokal hilft, die Aktion der SZ und die Stadt Radebeul haben sich zusammengeschlossen und sind ohne langes Reden zur Tat geschritten. Christian Bachmann, Teamleiter der Videoexperten: Wir wollen die Leute emotional mit ihrer Stadt verbinden. Geht doch um die Ecke in eure Geschäfte und die Gaststätten. Ihr habt doch alles Schöne ganz in der Nähe.

Und so folgt der Streifen dem Wort des Genießens von den Weinbergen runter ins Tal zum Lößnitzdackel, einer jungen Familie auf den Spielplatz, den Fußballplatz, die Schule, ins Reisebüro, die Stadtgalerie, das Weingut, die Wäscheboutique, den Friseur, den Bäcker, die Schneiderei, Druckerei, Schleiferei, den Tanzsaal, den Blumenladen, die Baumschule und noch zu mehr. Buchhändlerin Ute Sauermann: „Schön, dass die Menschen im Vordergrund stehen. Wir in der Familie und meine Mitarbeiter haben alle schon das Video gesehen und es geteilt.“ Sie hätte noch eine kleine Winzerei mit reingenommen, sagt sie.

Auch die Touristiker der Stadt haben sich gemeldet und hätten gern etwas Ähnliches, sagt Daniela Bollmann aus dem Rathaus. „Wir überlegen schon. Denn das, so auf Personen bezogen, ist Werbung für unsere Stadt, die man nicht weggeschaltet.“

Und Gabriele Förster in ihrem Uhren- und Schmuckgeschäft auf der Bahnhofstraße in West sagt etwas, was möglicherweise auch andere so empfinden: „Erst haben wir Händler gedacht, die Stadt macht kaum etwas für uns. Wenn ich das aber jetzt mit anderen Städten vergleiche, ist es richtig viel. Nicht nur das Video, auf das mich viele ansprechen und auch schon Witze machen, wann ich denn eine Autogrammstunde hätte. Sehr gut ist auch der Markt in der Bahnhofstraße am Samstagvormittag angekommen. Darüber haben wir uns alle gefreut.“

Am 11. Juli soll es das nächste Mal unkompliziert zum Wochenmarkt in Radebeul-Ost am Freitag auch einen Tag später einen kleineren in West, dann zum zweiten Mal, geben. Was erst vor lauter Bedenken gar nicht ging, funktioniert jetzt offenbar und kommt gut bei den Radebeulern an.

Radebeuls Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos), der sich in den Videodreh gar nicht eingemischt hat und allein Betrachter ist, sagt: „So menschlich wie das rüberkommt, ist es beste Werbung, die auf den Nerv der Einheimischen und auch der Besucher trifft. In dieser Zeit, nichts überstylt, sondern genau passend.“

Das Video ist zu finden unter www.radebeul.de, Startseite, Link „Schönes Radebeul - Kauf lokal!“.

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