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Neuer Schulhort in Glashütte ist fertig

Heute wird der Schulhort in der früheren Mittelschule feierlich eröffnet. Die SZ schaute sich vorher schon einmal in den Räumen um.

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Von Franz Herz

Die weiten Wege nach Unterrichtsschluss in Glashütte in die Schulhorte auf dem Ochsenkopf, in Dittersdorf, Johnsbach und Schlottwitz sind Vergangenheit. Jetzt können die Schüler im selben Haus bleiben, müssen nur einige Zimmer weiter gehen, wo sie jetzt im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss ihre neuen Horträume haben. Sie werden heute feierlich übergeben. Kita-Leiterin Ilona Kochel und ihre Stellvertreterin Anett Wagner zeigten sie vorab schon einmal.

Wer früher die Mittelschule Glashütte besucht hat, kennt die Räume. Die Stadt Glashütte lässt sie zum Arthur-Fiebig-Haus umbauen, benannt nach dem Wohltäter, der die Uhrenstadt in seinem Testament großzügig bedacht hat. Fast fertig sind die Handwerker in den beiden Hortetagen. Kleinigkeiten fehlen noch, hier eine Leiste, da eine Silikonfuge. „Aber das wird alles noch im Laufe dieser Woche“, hofft die Kita-Leiterin.

Jedenfalls können die Kinder jetzt ihre neuen Gruppenräume beziehen. Insgesamt besuchen 97Kinder den Schulhort, die bisher am Nachmittag auf vier verschiedene Einrichtungen verteilt waren. „Es ist aber nicht so, dass die jetzt neu aufeinandertreffen. Sie kennen sich ja bereits aus der Schule“, sagt Anett Wagner. Sechs Erzieherinnen betreuen sie. Das ist jetzt die zweitgrößte Kindereinrichtung in Glashütte. Darum hat die stellvertretende Leiterin ihr Büro künftig auch hier neben den Horträumen.

In ihren Räumen werden die Kinder oder ihre Eltern manches wiedererkennen. Die Möbel aus dem Hort in Schlottwitz stehen jetzt im Bauzimmer, die Matten und Bänke aus dem früheren Gymnastikraum der Grundschule sind jetzt im Bewegungsraum. Auch Schränke, die seinerzeit für die Mittelschule neu angeschafft wurden, finden eine neue Verwendung. „Die sind noch schön. Es wäre schade drum“, sagt Ilona Kochel.

Die Erzieherinnen haben geplant, dass die Kinder nach der Schule in den Hort kommen und erst einmal in ihre Gruppe gehen. Mittags ist das gemeinsame Essen vorgesehen, das in der Kita Sonnenuhr für alle gekocht und in den Hort geliefert wird.

Verschiedene Funktionen

Nach der Hausaufgabenzeit kann sich jedes Kind aussuchen, was es gerne macht. Die einzelnen Räume haben verschiedene Funktionen. Der Leseraum bietet die Möglichkeit, sich ruhig zurückzuziehen. Im Kreativraum gibt es verschiedenste Möglichkeiten, etwas zu basteln, zu gestalten oder sogar im eigenen Tonofen zu brennen.

Nur in einem Bereich müssen sich die Kinder noch einschränken: Der Hof der Mittelschule wird erst nächsten Sommer neu für die Kinder gestaltet. Vorher müssen die Bauarbeiten im Gebäude abgeschlossen sein. Sonst wäre womöglich der geplante Kunstrasen oder das Ballspielfeld einem der Baufahrzeuge im Weg. Aber zum Ende der Sommerferien 2013 soll alles fertig gebaut sein.

Der Umbau für den Hort hat bisher rund 500000Euro gekostet, informierte Peter Lange, der im Bauamt der Stadt Glashütte für dieses Projekt verantwortlich ist. Er ist vor allem froh, dass die knappe Bauzeit eingehalten wurde. Die Sanierungsarbeiten haben im Juli begonnen, und letzte Woche sind die Umzugslastwagen gerollt, welche die Möbel aus den verschiedenen Horten in die neuen Räume brachten.

Während die Kinder Letztere jetzt in Besitz nehmen, sind im Untergeschoss und im Dachgeschoss weiter die Handwerker aktiv. Im Dachgeschoss richten sie die Vereinsräume ein. Das soll bis Ende Januar abgeschlossen sein. Dann wird auch das Treppenhaus frisch gestrichen. Das ist bislang nicht geschehen. Solange darin Bautransporte stattfinden, ist das auch nicht sinnvoll.

Die Arbeiten im Untergeschoss für die neuen Bibliotheksräume haben Zeit bis Ende März. Dann steht der Umzug der Bücher aus dem ehemaligen Kulturhaus auf dem Programm.

Ilona Kochel erwartet davon auch eine Bereicherung für die Hortarbeit. Vom Hort aus ist es nachmittags ein ganz kurzer Weg, um sich Bücher anzusehen oder auszuleihen. „Das ergänzt sich gut“, sagt die Leiterin erwartungsfroh.