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Bautzen

Darum bleibt der neue Spreepark geschlossen

Das Gelände am Kupferhammer in Bautzen wurde jetzt offiziell eingeweiht. Anders als geplant, bleiben die Tore für Spaziergänger vorerst aber zu.

Ein neuer Park wurde in den vergangenen Monaten zwischen Spreegasse und Kupferhammer in Bautzen angelegt. Inzwischen ist er fertig - aber noch geschlossen.
Ein neuer Park wurde in den vergangenen Monaten zwischen Spreegasse und Kupferhammer in Bautzen angelegt. Inzwischen ist er fertig - aber noch geschlossen. © Archivfoto: SZ/Uwe Soeder

Bautzen. Die Stadt hat einen neuen Park – aber spaziergehen können die Bautzener dort noch nicht. Anders als geplant, wurden nach der Eröffnung des Spreeparkes am Mittwoch die Tore nämlich wieder geschlossen. Und das bleiben sie voraussichtlich bis zum nächsten Frühjahr. Das sagte Andrea Ohm, Geschäftsführerin der Energie- und Wasserwerke Bautzen (EWB), die den Park angelegt haben. Grund sei die große Trockenheit der vergangenen Monate. Dadurch konnte sich auf den Flächen noch keine Grasnarbe entwickeln. Man wolle den Pflanzen nun noch etwas Zeit zum Anwachsen geben.

Seit dem zeitigen Frühjahr ist das rund 6.000 Quadratmeter große Gelände zwischen Spreegasse und Kupferhammer neu gestaltet worden. Mehr als 1.300 Bäume und Sträucher wurden laut Ohm gepflanzt. Sie sollen ab dem nächsten Jahr ihre Blütenpracht entfalten und sich damit in das Projekt „Bautzen summt“ einfügen. Unter diesem Motto bewirtschaftet die für die städtischen Grünflächen zuständige Beteiligungs- und Betriebsgesellschaft (BBB) seit diesem Jahr einige Flächen anders als gewohnt. So sollen Insekten in der Stadt mehr Lebensraum finden. Auch im Spreepark sollen die Wiesenflächen künftig nur zwei Mal im Jahr gemäht werden.

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Der Spreepark ist auf dem Gelände des früheren Gaswerkes entstanden. Mehr als 100 Jahre lang wurde dort Stadtgas erzeugt. So konnten 1858 in Bautzen die ersten gasbetriebenen Straßenlaternen in Betrieb genommen werden. Schritt für Schritt wurde dann das Werk wegen des steigenden Bedarfs erweitert. Doch 1972 wurde es stillgelegt, weil die Gasversorgung fortan aus Schwarze Pumpe erfolgte. Zurück blieben auf dem Gelände zahlreiche Altlasten, unter anderem unterirdische Behälter mit Teer und teerhaltigen Rückständen. Erst 2007 wurde das Gaswerk inklusive Schornstein abgerissen, in den Folgejahren erfolgte die Beseitigung der Altlasten. Dabei wurden unter anderem 20.000 Tonnen verseuchtes Erdreich ausgehoben und 1.300 Tonnen Teerprodukte entsorgt.

Weil sich das Grundstück nicht verkaufen ließ, entstand schließlich die Idee, einen Park anzulegen. Dort soll neben den bereits vorhandenen Sitzgelegenheiten und einer Infotafel über die Spree eventuell auch noch ein Fitnessgerät aufgestellt werden, sagt Andrea Ohm. Und auch Fahrradständer sind noch vorgesehen.

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