merken
PLUS

Neuer Wehrleiter in Schrebitz

Wilfried Richter geht in den Ruhestand. Nachfolger ist sein bisheriger Stellvertreter.

Von Helene Krause

Nach 41 Jahren als Wehrleiter in Schrebitz hat Wilfried Richter sein Amt abgegeben. „Ich gehe in Rente“, sagte er bei der Jahreshauptversammlung. „Das Amt macht sehr viel Arbeit und es ist viel Verantwortung zu tragen. Ich will es etwas ruhiger haben.“ Doch ganz von der Feuerwehr verabschieden will er sich nicht. „Für Einsätze stehe ich weiterhin zur Verfügung“, erklärte er. „Die Feuerwehr, das ist mein Leben.“

Anzeige
IT-Administrator (m/w/d) gesucht
IT-Administrator (m/w/d) gesucht

Sie sind Netzwerkspezialist und lieben die Arbeit in Windows-Umgebungen? Der IT-Dienstleister INFOTECH sucht erfahrene IT-Administratoren (m/w/d).

Als Nachfolger für das Amt des Wehrleiters stellte sich Jens Schneider zur Verfügung. Als erster Stellvertreter kandidierte Frank Bruske und als zweiter Stellvertreter Mirko Schlicke. Schneider hatte schon als Stellvertreter von Richter fungierte. Doch nicht nur gewählt wurde an diesem Abend. Für ihre besonderen Aktivitäten bei der Feuerwehr wurden sechs Kameraden geehrt.

Zu sechs Einsätze wurde die Schrebitzer Feuerwehr im vergangenen Jahr gerufen. Zwei davon waren Feldbrände, einer ein Fehlalarm und bei einem musste der Ast eines Baumes beseitigt werden. Doch nicht nur auf die Einsätze ging Richter im Rechenschaftsbericht ein. Er sprach auch Probleme an. Diese bestehen hauptsächlich in der seiner Meinung nach schlechten Unterstützung der Feuerwehr durch die Gemeinde Ostrau, in der fehlenden Akzeptanz der Feuerwehr in der Bevölkerung, in den sinkenden Mitgliederzahlen und in der veralteten Technik. „Wir haben nur zwei historische Einsatzfahrzeuge“, sagte er. „Es geht den Politikern nur ums Geld und nicht um den Bürger.“

Ein weiteres Problem ist die Tageseinsatzbereitschaft. Bei Einsätzen können oft die Einsatzfahrzeuge nicht voll besetzt werden. Das liegt zum Teil daran, dass einige Kameraden ihren Wohnsitz außerhalb von Schrebitz haben und dass sie durch ihre Arbeit am Einsatz gehindert werden. „18 Einsatzkräfte stehen uns zur Verfügung, 20 müssten es sein“, sagte Wilfried Richter.