merken
PLUS

Neuer Weihnachtsstern für die Christuskirche

Ein Strehlener Ingenieurbüro spendet einen Zwei-Meter-Stern. Der soll schon zum Herbstfest am Wasaplatz zu sehen sein.

Von Nora Domschke

Noch hängt er hoch oben unter der Decke des Eisenbahnmuseums in der Zwickauer Straße. Doch er soll noch höher hinaus, zwischen die beiden 66 Meter hohen Türme der Strehlener Christuskirche. Dort wird der gelbe Herrnhuter in diesem Winter seinen neuen Platz einnehmen. Gespendet wird er der Kirchgemeinde von einem Ingenieurbüro, das ebenfalls in Strehlen zu Hause ist.

Wandern
Schritt für Schritt
Schritt für Schritt

Gerne an der frischen Luft und immer in Bewegung? Wanderwege, Tipps und Tricks finden Sie hier.

Die nicht ganz uneigennützige Idee für das außergewöhnliche Geschenk stammt von Steffen Müller. Der Ingenieur hat sein Büro in der Caspar-David-Friedrich-Straße und genießt seit 20 Jahren den weihnachtlichen Anblick des Strehlener Sterns. 1994 gründete er mit seinen Kollegen die Gepro Ingenieurgesellschaft, damals in einem Haus an der Dohnaer Straße. In diesem Jahr feiert das Unternehmen Jubiläum. „Deshalb wollte ich etwas für den Stadtteil tun“, sagt Müller, der sich nach 20 Jahren mit Strehlen verbunden fühlt. Und das Präsent kommt zur richtigen Zeit: Der alte Stern ist verschlissen und außerdem „nur“ 1,20 Meter groß. „Da musste ein größerer her“, sagt Steffen Müller. Also fragte er bei der Manufaktur in Herrnhut an, die seit 160 Jahren den traditionellen Weihnachtsschmuck herstellt. „Ich wollte eigentlich einen Stern mit drei Metern Durchmesser“, so Müller. Doch der 49-jährige gebürtige Hallenser wurde enttäuscht. Maximal zwei Meter seien möglich, schließlich muss der gezackte Schmuck ja auch den kräftigsten Windböen standhalten. Dazu wurde der Riesenstern sogar in einem Windkanal der TU Dresden getestet. Um dem Gebilde Stabilität zu geben, befindet sich in seinem Inneren ein Metallrahmen, auf dem die Kunststoffzacken aufgeschraubt sind.

Ein Ingenieur wie Steffen Müller weiß, wie wichtig eine feste Basis ist, schließlich macht er damit sein Geschäft. Er und etwa 20 Mitarbeiter untersuchen Bauuntergründe. Seine neuesten Projekte sind der Ersatzneubau der Nossener Brücke und Gutachten für die Albertbrücke. Er und seine Kollegen prüfen vor den Bauarbeiten, ob der Boden schadstoffbelastet und für das Gewicht von Brücken, Straßen oder Schienen geeignet ist. Etwa 90 Prozent der Aufträge kommen von der Deutschen Bahn.

Nicht ganz zufällig ist deshalb auch der Ort, an dem Müller den Herrnhuter Stern zum ersten Mal präsentiert. Strehlener können ihn dann zum Herbstfest am Wasaplatz in seiner ganzen Größe bestaunen.