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Neues Angebot am Bautzener Stausee

Der Kletterpark zieht jährlich tausende Gäste an. Jetzt wollen die Betreiber auch aufs Wasser gehen.

Jan Woitas (r.), einer der Gesellschafter des Kletterparks am Bautzener Stausee, und Mitarbeiterin Diana Konkel haben Schwimmweste und Paddel mit ans Ufer genommen. Noch in diesem Jahr wollen sie mit eigenen Kanus in See stechen.
Jan Woitas (r.), einer der Gesellschafter des Kletterparks am Bautzener Stausee, und Mitarbeiterin Diana Konkel haben Schwimmweste und Paddel mit ans Ufer genommen. Noch in diesem Jahr wollen sie mit eigenen Kanus in See stechen. © SZ/Uwe Soeder

Bautzen. Jan Woitas und Diana Konkel sind hier schon einmal probehalber auf neuer Mission. Denn eigentlich sind sie für den Kletterpark am Stausee Bautzen zuständig, wo die Besucher in einem Hochseilgarten Mut beweisen können. Bald sollen Gäste, und hier vor allem Gruppen, noch andere Angebote bekommen: Es soll Kanu-Touren auf dem Stausee und dem Vorstau geben.

Jan Woitas und Malte Rastemborski, die beiden Betreiber des Hochseilgartens, haben gemerkt, dass sich immer mehr Gruppen bei ihnen angemeldet haben. Nicht nur Schulklassen, sondern auch Vereine oder Jugendgruppen. Deshalb wäre es wünschenswert, ein Programm auf die Beine zu stellen, das nicht nur einen Tag umfasst. „Wir haben schon lange die Idee, auch Übernachtungsmöglichkeiten für Tippis oder Zelte zu schaffen“, sagt Jan Woitas. Allerdings dauert es von der Idee bis zur Umsetzung eben manchmal etwas länger. Denn der Hochseilgarten steht auf städtischem Gelände. Die Stadt prüft derzeit die Möglichkeiten. „Schließlich brauchen wir dann Duschen und Toiletten“, sagt Malte Rastemborski, der die Ideen schon mal bei einer Beratung von Vertretern im Heide- und Teichland, zu dessen Förderregion Bautzen gehört, vorgestellt hat.

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Kanus für bis zu 30 Leute

Da ja der Stausee direkt vor dem Kletterpark liegt und „wir uns in einer landschaftlich wunderbaren Gegend befinden, wollen wir Kanu-Touren für Gruppen anbieten“, sagt Malte Rastemborski. Für den Kauf von zehn Kanus mit je drei Plätzen haben die beiden Betreiber einen Förderantrag gestellt – und ihn vor Kurzem bewilligt bekommen. Nun können sie die Kanus bestellen. „Sobald Zeit ist“, schmunzelt Jan Woitas, denn auch in diesem Sommer verbuchen die beiden einen enormen Zuspruch. Und das nicht nur aus der Region. „Wir wollen unsere Beschriftung nicht nur in Polnisch und Tschechisch ergänzen, sondern vielleicht im nächsten Jahr auch in Sorbisch“, sagt Rastemborski.

Eigentlich war geplant, die geführten, natur- und erlebnispädagogischen Touren nicht nur am Stausee oder auf dem Vorstau zu absolvieren. „Aber auf der Spree im Biosphärenreservat wird es schwierig. Wir sind noch im Gespräch“, sagt Jan Woitas. Mit dem Biosphärenreservat und der Landestalsperrenverwaltung. Er schätzt, dass die Kanus bis zu den Oktober-Ferien da sind, sodass bei gutem Wetter schon mal der eine oder andere Ausflug angeboten werden kann. Ganz neu ist das Angebot Wasser allerdings auch nicht. Zum Ausleihen gibt es zum Beispiel Stand Up Paddles, also Stehpaddeln. Das ist eine Wassersportart, bei der man auf einem Board steht und sich mit einem Stechpaddel fortbewegt.

„Wir bieten auch schon Kanu-Touren an – allerdings holen wir uns die Kanus dazu aus Hoyerswerda. Mit den eigenen ist es dann einfacher“, sagt Jan Woitas. Auch der Bau von Flößen wird bei Gruppen gern angenommen. „Wenn wir bis zu 75 Leute hier haben, werden die Aufgaben verteilt. Die einen bauen Tippis, die anderen kochen selber, dann werden Flöße gebaut und es kann eine Tour gemacht werden“, beschreibt Woitas die Angebote. Wenn die Kanus da sind, können auch Katamarane gebaut werden. „Da muss sich dann der Teamgeist von sechs Leuten beweisen“, so Woitas. Allerdings gibt es zur Übernachtung derzeit eben nur die beiden Schullandheime in Halbendorf und Burk, zu denen eine gute Zusammenarbeit besteht. Der nahe gelegene Campingplatz nimmt keine Jugendgruppen auf, ist eher für Familien oder Dauercamper attraktiv.

Russische Speisen im Angebot

„Ich habe den Eindruck, dass unsere Gruppen eher nach Görlitz auf die Neiße oder an den Bärwalder See fahren. Ihnen mehr zu Hause anzubieten, wäre gut“, sagt Jan Woitas. Am Stausee, findet er, klappt die Zusammenarbeit schon ganz gut. Wenn jemand nicht in die Seile will, kann er in der Zeit ja zum Minigolf gehen. Das ist auch an solchen Tagen wie Mittwoch wichtig, als 180 Leute in den Hochseilgarten wollten. Wir haben aber nur Platz für 100, damit alle etwas davon haben“, sagt Malte Rastemborski.

Und wenn an heißen Tagen die Leute nicht klettern, sondern nur baden wollen, dann kommen die Einnahmen eben über den im vergangenen Winter vergrößerten Imbiss, der ein Speisenangebot mit frischer Ware von Fleischern und Bäckern aus Bautzen hat. „Und unsere russischen Teigwaren sind eben auch etwas ganz Besonderes“, sagt Malte Rastemborski.

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