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Döbeln

Neues Gerätehaus bleibt unvollkommen

Der Bau der Fahrzeughalle geht in die Endphase. Aber für die Außensanierung der ehemaligen Schule fehlt das Geld.

Neben der ehemaligen Schule in Beicha ist die neue Fahrzeughalle mit zwei Stellplätzen gebaut worden.
Neben der ehemaligen Schule in Beicha ist die neue Fahrzeughalle mit zwei Stellplätzen gebaut worden. © Dietmar Thomas

Döbeln. Eigentlich sollte alles mit einem Schlag erledigt werden: der Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses und die Sanierung der Außenhülle der ehemaligen Schule gleich daneben. Aber der Plan geht nur zum Teil auf: Während der Bau des Gerätehauses im vollen Gange ist, wird an der Außenhülle des Vereinshauses erst einmal nichts passieren. „Für das Schulgebäude ist momentan kein Geld da“, sagte Baudezernent Thomas Hanns.

Die Stadt finanziert das Vorhaben aus verschiedenen Fördertöpfen. Während der Zuschuss für den feuerwehrtechnischen Neu- und Umbau vom Landkreis kommt, sollten für die Außenhülle – Fassade und Dach – Fördermittel der Leader-Region Klosterbezirk Altzella verwendet werden. Unter anderem war der Einbau neuer Fenster ins alte Gebäude vorgesehen. Aber das Budget der Leader-Region für dieses Jahr ist ausgereizt. „Das müssen wir nach hinten schieben. Das wird voraussichtlich erst im kommenden oder übernächsten Jahr“, sagte Hanns. Die Stadtverwaltung habe sich auch Fördermittel aus dem Programm „Vitale Dorfkerne“ des Landkreises bemüht. Aber auch von dort sei erst einmal kein Geld zu bekommen. „Das ist manchmal so. Da muss man warten“, so Hanns.

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Die Beichaer Feuerwehr wird künftig sowohl den Neubau, als auch die ehemalige Schule für ihre Zwecke nutzen. In der neuen Fahrzeughalle werden zwei Löschfahrzeuge untergebracht. In einem Zwischenbau entstehen Umkleideräume. In der ehemaligen Schule werden Sanitäranlagen und Versorgungsküche eingebaut. Außerdem wird einer der ehemaligen Klassenräume weiter als Schulungsraum genutzt.

Bei der Grundsteinlegung im Dezember hatte Wehrleiter Gunter Merzdorf einen vorsichtigen Wunsch geäußert: Es wäre schön, wenn das neue Gerätehaus am 14. Juni übergeben werden könnte. Das wäre auf den Tag genau 45 Jahre, nachdem das alte, mittlerweile zu kleine Gerätehaus in Beicha eingeweiht wurde. So viel ist klar: Der Wunsch wird nicht erfüllt. 

Die Bauarbeiter sind noch nicht so weit. In Kürze wird mit dem Verputzen der Fassade begonnen. Der Industrieboden in der Fahrzeughalle wird erst Mitte Juli verlegt, sagte Merzdorf. „Bis Mitte Oktober wird es wohl noch dauern. Aber wir sind ja froh, dass es mit dem Gerätehaus geklappt hat.“ Wenn der Fertigstellungstermin klar ist, könnte dann auch eine Feier zur Einweihung geplant werden.

Eine reichliche halbe Million Euro wird die Stadt in das Gerätehaus investieren. Es ist notwendig, weil die alte Fahrzeughalle nach 45 Jahren nicht mehr im Geringsten den Anforderungen genügt. Und nicht nur deswegen. Die Beichaer bekommen zu ihrem Kleinlöschfahrzeug einen Tanker der Döbelner Ortswehr dazu. Die Döbelner werden mit einem Neufahrzeug mit größerem Tankvolumen ausgestattet.