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Neues Haus für Möbelbauer

Dresden - Die Deutsche Werkstätten Hellerau GmbH baut bis 2006 gegenüber der alten Produktionsstätte im Dresdner Norden einen neuen Firmensitz. „Wir investieren 10 Millionen Euro“, sagte Geschäftsführer Fritz Straub am Mittwoch vor der Grundsteinlegung.

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Dresden - Die Deutsche Werkstätten Hellerau GmbH baut bis 2006 gegenüber der alten Produktionsstätte im Dresdner Norden einen neuen Firmensitz. „Wir investieren 10 Millionen Euro“, sagte Geschäftsführer Fritz Straub am Mittwoch vor der Grundsteinlegung. Das 1898 gegründete Traditionsunternehmen ist inzwischen einer der besten Innenausbauer Deutschlands. Seit der Privatisierung 1992 flossen laut Straub rund 5 Millionen Euro in moderne Anlagen. Das neue Gebäude, das mehr Raum und Transparenz biete, solle den gesteigerten Ansprüchen an Gestaltung und Technik entsprechen.

Die Firma mit 100 Mitarbeitern verfüge trotz Bauwirtschaftskrise und Wettbewerbsdruck über Wachstum. Die Auftragslage sei sehr gut, der Umsatz liege bei 15 Millionen Euro jährlich, sagte Straub. Die Ausbau-Referenzen reichen von Außenministerium oder Newton Bar in Berlin über Banken und Großfirmen bis zu Villen und Luxusyachten im In- und Ausland.

Die Deutschen Werkstätten wurden 1898 von Karl Schmidt, einem der Initiatoren des Deutschen Werkbundes, gegründet. Als wegweisende Institution kulturreformerischer Ideen brachten sie die erste deutsche Gartenstadt als Einheit von Arbeit, Wohnen, Kultur und Natur in Hellerau hervor. Die Siedlung und das Festspielhaus von Heinrich Tessenow waren bedeutender Treffpunkt der internationalen Künstleravantgarde. 1946 bis 1990 versorgten die Werkstätten als DDR-Möbelkombinat die Bürger mit Wohn- und Schlafraummöbeln und führten den Innenausbau öffentlicher Bauten aus. (dpa)