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Neues Kabel soll Polizeiarbeit verbessern

Hinter vielen kleinen Baustellen in der Stadt steht ein Glasfaseranschluss für Riesas Revier. Bis er nutzbar ist, dauert es aber noch.

Die kleine Baustelle an der Pausitzer Straße war beziehungsweise ist nur eine von mehreren auf einer Strecke zum Revier an der Klosterstraße. Die Polizeistandort erhält eine neue Anbindung ans Datennetz.
Die kleine Baustelle an der Pausitzer Straße war beziehungsweise ist nur eine von mehreren auf einer Strecke zum Revier an der Klosterstraße. Die Polizeistandort erhält eine neue Anbindung ans Datennetz. © Fotos: Eric Weser/Montage: SZ

Riesa. Von der Pausitzer Straße über das Technikum bis zur Klosterstraße: Auf mehr als einem halben Kilometer reihen sich derzeit kleinere Baustellen aneinander. Bekannt ist: Hinter dem Bau steht ein neuer Glasfaseranschluss für Riesas Polizeirevier.

Doch was bringt der eigentlich? „Der neue Anschluss ist eine Investition in die Zukunft. Polizeiarbeit soll damit verbessert und zukunftssicher möglich sein“, heißt es vom Polizeiverwaltungsamt. Die Behörde mit Sitz in Dresden ist eine Zentralstelle der sächsischen Polizei und kümmert sich nach eigenen Angaben unter anderem um die Beschaffung all dessen, was die Polizei benötigt – von Autos, Uniformen über Waffen und Munition bis hin zur Kommunikationstechnik.

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Bereit für größere Datenmengen

Und um die geht es eben auch bei dem neuen Glasfaseranschluss. Der solle künftig „alle Datenbedarfe des Polizeireviers zur Verfügung stellen. Unter anderem Internet, Telefonie und polizeispezifische Datennetze.“ Durch die neue Infrastruktur werde „ein sicherer, hochverfügbarer und skalierbarer Anschluss realisiert, welcher dem zu erwartenden steigenden Datenaufkommen gewachsen sein wird.“ Schließlich seien auch bei der Polizei datenintensive Anwendungen wie Videokonferenzen ein Thema.

Ob der Anschluss auch aus Sicherheitsgründen verändert wird, ließ das Amt offen. Sicherheit sei aber immer ein Thema, betont ein Sprecher, da sensible Daten ausgetauscht würden. Zum bisherigen Anschluss erklärt die Behörde, dieser werde über das sogenannte Sächsische Verwaltungsnetz realisiert und sei mit einem haushaltsüblichen Anschluss nicht zu vergleichen. Mit dem Neuanschluss betreibe man aber keine völlige Überholung alles Bisherigen – vielmehr sei es eine Anpassung an technische Erfordernisse der Zeit.

Das Unternehmen Vodafone, das den Anschluss zur Verfügung stellen wird, verwies auf Nachfrage an die Polizei. Eine Sprecherin erklärte lediglich, Vodafone betreibe derzeit in Riesa keinen Flächenausbau seines Glasfaser-Breitbandnetzes. Bis die neue Datenleitung fürs Revier an der Klosterstraße verfügbar ist, wird aber noch etwas Zeit vergehen: Demnach soll die Nutzung ab Mitte 2021 möglich sein. 

Was der neue Anschluss den Freistaat und damit den Steuerzahler kostet, war nicht zu erfahren. (SZ/ewe)

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