SZ +
Merken

Neues Leben am Georgenbad

Neukirch. Lange stand das Gelände der ehemaligen Förderschule in der Gemeinde leer. Nun soll eine Villa verkauft werden.

Teilen
Folgen

Von Annechristin Stein

Die Motorsportfreunde Valtental freuen sich auf neue Nachbarn an der Georgenbadstraße. Der Kreistag hat den Verkauf für eine Villa sowie ein Waldstück auf dem Gelände der ehemaligen Förderschule beschlossen. Eine Familie aus Neukirch will die Villa „Johanna“ künftig als Wohnhaus nutzen. „Schön, dass das Haus nicht verkommt“, sagt der Vorsitzende der Motorsportfreunde Jens Zeiler, „wir freuen uns auf neues Leben.“ Ein Käufer aus Demitz-Thumitz will das Waldgrundstück bewirtschaften und neu aufforsten.

Gemeinde ohne Mitsprache

Die Gemeinde verbindet das Gelände mit einem touristischen Interesse. „Mit den Motorsportfreunden, den Skifreunden und der Familienbegegnungsstätte Bethlehemsstift ist die Gegend bereits saisonal belebt“, sagt Bürgermeister Gottfried Krause. Daher wäre es schön, wenn eine künftige Nutzung sich daran orientiert. Ein Mitspracherecht beim Verkauf hat die Gemeinde nicht. „Trotzdem tauschen wir unsere Interessen mit dem Landratsamt aus“, sagt er. Das Interesse einer Familie aus Neukirch an der Villa Johanna begrüßt der Bürgermeister: „Wir wollen den Kontakt mit der Familie suchen.“

Insgesamt 800 Quadratmeter stehen nun noch zum Verkauf. „Wir sind sehr daran interessiert, dass das Gelände künftig sinnvoll genutzt wird“, sagt Valentin Opitz, Amtsleiter in der Bau- und Liegenschaftsverwaltung des Landkreises, „es handelt sich um gute Bausubstanz.“ Das in der Mitte gelegene Haus „Martina“ eignet sich als Eigenheim. Das Haus „Maria“ kann zum Beispiel als Arztpraxis oder Mehrfamilienhaus genutzt werden. Auch die Wiesen- und Parkfläche an den Häusern stehen zum Verkauf. „Interessenten sollten sich über die Nutzungsmöglichkeiten informieren“, sagt Valentin Opitz.

Käufersuche seit 2005

Bis zum Sommer 2005 war in den drei Häusern die Förderschule Neukirch zu Hause. Dann führte der Landkreis die Schulen für geistig Behinderte in Bautzen zusammen. Seitdem ist das Gelände unbenutzt. Zwischenzeitlich sollte eine Therapiestätte für suchtkranke Jugendliche entstehen. Die Pläne zerschlugen sich, weil der potenzielle Betreiber dem Ort Uhyst a.T. den Vorzug gab. Seitdem suchte der Landkreis einen Käufer.

Die erneute Ausschreibung der verbliebenen Häuser und Flächen dauert noch bis zum 14. Februar. Neben einem Verkauf des kompletten Geländes ist für den Amtsleiter auch denkbar, einzelne Abschnitte zu verkaufen. „Bis jetzt gibt es einen Interessenten“, sagt Valentin Opitz, „falls wir uns nicht einigen, bieten wir das Objekt erneut an.“