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Neues Postzentrum entsteht im Oberland

Die Post schafft Arbeitsplätze im Gewerbegebiet Rumburger Straße. Es ist nicht das einzige große Bauvorhaben auf dem Areal.

Mit der Post ist ein neuer Investor für das Gewerbegebiet in Ebersbach gefunden. Das Areal füllt sich, einige Flächen sind aber noch frei.
Mit der Post ist ein neuer Investor für das Gewerbegebiet in Ebersbach gefunden. Das Areal füllt sich, einige Flächen sind aber noch frei. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

Ebersbachs Gewerbegebiet wächst: gleich mehrere Baustellen gibt es derzeit im Areal  "Rumburge Straße", neue Firmen siedeln sich an.  

Nun kauft die Deutsche Post DHL ein rund 6.000 Quadratmeter großes Grundstück im Gewerbegebiet und will dort bauen. Der Stadtrat von Ebersbach-Neugersdorf hat unlängst grünes Licht für den Grundstücksverkauf gegeben. Es handelt sich um eine Fläche im noch unbebauten großen Mittelstück des Gewerbegebiets an der Adam-Ries-Straße. Zu einem Kaufpreis von 48.000 Euro gibt die Stadt die Fläche an die Deutsche Post DHL mit Sitz in Berlin ab. 

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Was plant das Unternehmen hier in Ebersbach? Wie Mattias Persson von Deutsche Post DHL bestätigt, will die Post ihre beiden Zustellzentren in Ebersbach-Neugersdorf in einem nagelneuen Gebäude konzentrieren. Damit sollen sich auch die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter verbessern. Die alten Standorte seien nicht mehr zeitgemäß. In Neugersdorf werden aktuell im historischen Postgebäude an der Hauptstraße/Zittauer Straße - der sogenannten "Postkreuzung" - Briefe und Pakete sortiert und für die Zustellung verladen. In Ebersbach gibt es ein Zustellzentrum an der Bahnhofstraße, ebenfalls in einem Altbau. 

Vor allem immer mehr Pakete müssten abgefertigt werden, erklärt Persson. Das führe mittlerweile zu einem echten Platzproblem in den alten Gebäuden. Hinzu kommt, dass die Zusteller ihre Fahrzeuge an der Kreuzung mitten in der Stadt parken müssen, um sie zu beladen. Alles in allem sei die Situation nicht ideal, so Persson. Deshalb will die Post in einen neuen, modernen Standort im Oberland investieren. Was indessen aus den alten Gebäuden wird, ist noch unklar. Das historische Postamt in Neugersdorf steht jedenfalls bereits zum Verkauf, wird von einer Essener Immobiliengesellschaft für 179.000 Euro angeboten. 

Post schafft neue Arbeitsplätze

Laut der Unterlagen, die DHL nun bei der Stadt zum Kaufantrag eingereicht hat, soll das neue Betriebsgebäude spätestens Ende 2021 im Gewerbegebiet stehen. 20 neue Arbeitsplätze will die Post außerdem im Zustellzentrum schaffen. Die Stadt hat die Post mit dem Grundstücksverkauf zum Bau verpflichtet. Bis Ende 2021 muss tatsächlich gebaut werden. Bei allen Verkäufen im Gewerbegebiet behält sich die Stadt solche Bauverpflichtungen in den Verträgen vor. Das soll vorbeugen, dass sich niemand bloß ein Grundstück sichert und dann nicht in absehbarer Zeit investiert.

Einen weiteren Grundstücksverkauf im Gewerbegebiet hat der Stadtrat jetzt bewilligt. Auf einer Fläche von 5.200 Quadratmetern will sich ein Unternehmen ansiedeln, das bereits in der Stadt ansässig ist. Der Metallveredelungsbetrieb plant eine eigene Fertigungshalle mit Verwaltungsgebäude. Auch hier hat die Stadt eine Bauverpflichtung aufgenommen. Demnach muss der Bauherr bis Mitte 2021 mit dem Bau begonnen haben. Laut eigener Angabe wolle er aber schon bis Ende dieses Jahres bauen.

Weitere Flächen stehen zum Verkauf

Aktuell sind im Gewerbegebiet Rumburger Straße noch 5,3 Hektar Fläche frei, erklärt Stefan Halang, der in der Stadtverwaltung für Wirtschaftsförderung zuständig ist. Nach dem jüngsten Verkauf der Flächen können nun noch reichlich vier Hektar zum Verkauf angeboten werden. Wenn in einigen Jahren die Pachtverträge für die Flächen auslaufen, die derzeit mit Solarpaneelen bebaut sind, werden diese Flächen wieder frei und könnten ebenfalls für Ansiedlungen verkauft werden. 

Für die Vergabe von Grundstücken hat die Stadt eine Bewertungsmatrix entwickelt. Sie wird zu Rate gezogen, wenn ein Investor einen Kaufantrag für ein Grundstück einreicht. Damit setzt sich die Stadt selbst einen Rahmen, welche Art von Gewerbe sie ansiedelt, wie das Gewerbegebiet sich entwickeln soll. Kriterien sind bei der Bewertung zum Beispiel neue Arbeitsplätze, die Grundstücksgröße, die gekauft werden soll, ob produzierendes Gewerbe entstehen soll und wie hoch der Kaufpreis ist. Zudem gilt: Im Gewerbegebiet müssen 51 Prozent der Gesamtfläche an Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe vergeben werden. Daran ist die Stadt gebunden, weil sie seinerzeit für die Erschließung des Gewerbegebiets Fördermittel erhalten hat. 

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