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Neues Radeberg-Buch feierte gestern seine Premiere

Fotos zeigen die Stadt im Wandel von den 1970er Jahren bis zur Wende.Dazu gibt’s jede Menge Geschichten aus dem Alltag.

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Von Jens Fritzsche

Eines der Radeberg-Bücher, die Hans-Werner Gebauer veröffentlichte, wurde sogar acht Mal in Bochum verkauft. „Weil darin ein Kneipenfoto aus dem Jahr 1920 zu finden war, auf dem eine Familie aus Bochum ihren Opa in Radeberg beim Biertrinken erkannt hat“, erzählte Gebauer gestern Vormittag lachend. Und überhaupt war er gut gelaunt, denn gestern konnte der Regionalhistoriker in der Gaststätte „Zur Quelle“ sein nunmehr drittes Radeberg-Buch präsentieren.

„Radeberger Alltagsimpressionen“ ist es überschrieben und zeigt auf 128 Seiten 210 bisher unveröffentlichte Fotos, vorwiegend aus den Jahren 1970 bis 1990. „Um die Fotos herum haben wir versucht, die Geschichten zu erzählen, die es aus dem Radeberger Alltag dieser Zeit zu erzählen gibt“, so Gebauer.

Mit „wir“ meint Gebauer unter anderem Klaus Kaulfuß und Wolfgang Seifert, die mit ihren Fotografien maßgeblich dazu beigetragen haben, dieses Buch auf den Weg zu bringen. Klaus Kaulfuß war lange Jahre Leiter des Radeberger Fotoclubs, und Wolfgang Seifert hält mit seiner privaten Kamera seit über 30 Jahren die Veränderungen im Stadtbild Radebergs fest. „Er war immer da, bevor der Abrissbagger mit seiner Arbeit begann“, freut sich Gebauer. Mit im Autoren-Boot saß dabei auch Günter Menzel, Gründer und Musiker der legendären Radeberger Band HCM-Fusion. Auch er hat Fotos und die Geschichte seiner Band beigesteuert.

Froh ist Hans-Werner Gebauer, im Erfurter Sutton-Verlag einen Partner gefunden zu haben, der mit seinen Buchreihen „Archivbilder“ und „Bilder aus der DDR“ den passenden Rahmen für die Alltagsfotos aus Radeberg parat hat. „Genau das ist unser Ziel: Wir wollen zeigen, wie die Leute gelebt haben, Alltagsszenen“, beschreibt Katrin Berndt vom Sutton-Verlag.

Und auch diesmal werden wohl wieder etliche Familien Bekannte auf den Fotos erkennen. Vielleicht auch wieder in Bochum?

Zu bekommen ist das Buch für

17,90 Euro u.a. in der Stadtinfo, im Schloss Klippenstein, im Buchladen und im Schreibwarengeschäft Meyer an der Hauptstraße. ISBN: 978-3-86680-542-2 www.suttonverlag.de